Sandefjord war einst die Walfanghauptstadt der Welt, und das Hvalfangstmuseet ist das einzige Museum weltweit, das sich ausschließlich der Geschichte des Walfangs widmet. Es liegt mitten im Zentrum von Sandefjord und erzählt die gesamte Geschichte einer Industrie, die diese Stadt geprägt, Norwegens Wirtschaft beeinflusst und schließlich zu einem der umstrittensten Kapitel in der Beziehung des Landes zum Meer wurde.
Das Museum wurde 1917 eröffnet, als der kommerzielle Walfang noch in vollem Gange war. Seine Sammlung erstreckt sich über Jahrhunderte, von den frühesten Handharpunenjagden in Nordnorwegen bis hin zu den riesigen industriellen Expeditionen in die Antarktis im 20. Jahrhundert. Sandefjord spielte dabei eine zentrale Rolle: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kontrollierten die Reeder der Stadt einen Großteil der weltweiten Walfangflotte. Namen wie Chr. Christensen und Lars Christensen sind im Museum allgegenwärtig – Reeder, die Flotten aus Fabrikschiffen und Fangschiffen in den Südlichen Ozean entsandten und nebenbei die Polarforschung finanzierten.
Die Exponate verschleiern nicht die Realität des Walfangs. Harpunenkanonen in Originalgröße, Flenswerkzeuge und detaillierte Modelle von Fabrikschiffen vermitteln ein eindringliches Gefühl für das industrielle Ausmaß. Eine nachgebaute Mannschaftskabine zeigt die beengten Verhältnisse, unter denen die Walfänger monatelang auf See lebten. Karten und Logbücher verfolgen die Routen nach Süden, vorbei an Afrika und in die antarktischen Gewässer, wo Blauwale, Finnwale und Buckelwale fast bis zur Ausrottung gejagt wurden.
Das Museum beleuchtet aber auch den breiteren kulturellen Kontext: warum der Walfang für eine kleine Küstennation wirtschaftlich wichtig war, wie er alles von Schulen bis hin zu Krankenhäusern in Vestfold finanzierte und wie der Wandel hin zum Naturschutz schließlich das Ende der Industrie einläutete. Norwegens kompliziertes Verhältnis zum Walfang besteht bis heute fort, da es eines der wenigen Länder ist, die noch einen begrenzten Fang von Zwergwalen zulassen.
Vor dem Museum steht im Hafen ein Walbrunnen aus Bronze von Knut Steen, und auf der anderen Seite der Bucht kann man die alten Walfangstationen sehen. In Kombination mit einem Spaziergang entlang der Uferpromenade bietet das Museum einen zum Nachdenken anregenden Besuch, der weit über das hinausgeht, was man von einem Kleinstadtmuseum erwarten würde.
Das Museum wurde 1917 eröffnet, als der kommerzielle Walfang noch in vollem Gange war. Seine Sammlung erstreckt sich über Jahrhunderte, von den frühesten Handharpunenjagden in Nordnorwegen bis hin zu den riesigen industriellen Expeditionen in die Antarktis im 20. Jahrhundert. Sandefjord spielte dabei eine zentrale Rolle: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kontrollierten die Reeder der Stadt einen Großteil der weltweiten Walfangflotte. Namen wie Chr. Christensen und Lars Christensen sind im Museum allgegenwärtig – Reeder, die Flotten aus Fabrikschiffen und Fangschiffen in den Südlichen Ozean entsandten und nebenbei die Polarforschung finanzierten.
Die Exponate verschleiern nicht die Realität des Walfangs. Harpunenkanonen in Originalgröße, Flenswerkzeuge und detaillierte Modelle von Fabrikschiffen vermitteln ein eindringliches Gefühl für das industrielle Ausmaß. Eine nachgebaute Mannschaftskabine zeigt die beengten Verhältnisse, unter denen die Walfänger monatelang auf See lebten. Karten und Logbücher verfolgen die Routen nach Süden, vorbei an Afrika und in die antarktischen Gewässer, wo Blauwale, Finnwale und Buckelwale fast bis zur Ausrottung gejagt wurden.
Das Museum beleuchtet aber auch den breiteren kulturellen Kontext: warum der Walfang für eine kleine Küstennation wirtschaftlich wichtig war, wie er alles von Schulen bis hin zu Krankenhäusern in Vestfold finanzierte und wie der Wandel hin zum Naturschutz schließlich das Ende der Industrie einläutete. Norwegens kompliziertes Verhältnis zum Walfang besteht bis heute fort, da es eines der wenigen Länder ist, die noch einen begrenzten Fang von Zwergwalen zulassen.
Vor dem Museum steht im Hafen ein Walbrunnen aus Bronze von Knut Steen, und auf der anderen Seite der Bucht kann man die alten Walfangstationen sehen. In Kombination mit einem Spaziergang entlang der Uferpromenade bietet das Museum einen zum Nachdenken anregenden Besuch, der weit über das hinausgeht, was man von einem Kleinstadtmuseum erwarten würde.