Inselhüpfen von Hardbakke aus

🎡 Attraktion Küste Sognefjord

Inselhüpfen von Hardbakke aus

420 Minuten
Jeden Tag verlässt die Stjernsund um 11:00 Uhr Hardbakke für eine Tour, die teils Sightseeing, teils Postdienst und teils lokaler Bus ist. Das Schiff wurde in den 1970er Jahren mit zwei 500-PS-Motoren gebaut und mehrfach umgebaut, aber der Rumpf ist noch original. Im Laufe der Jahre hat die Besatzung alles von Zeitungen über Fernseher bis hin zu Möbeln auf die Inseln gebracht.

Der erste Halt ist Litlefærøyna, eine Insel mit genau einem Einwohner. Roar Moe lebt dort seit 1998. Er war in der norwegischen Fernsehsendung Der ingen skulle tru at nokon kunne bu zu sehen, in der die entlegensten Orte besucht werden, an denen tatsächlich Menschen leben. Der Kapitän bringt seine Zeitung, man unterhält sich, und das Boot fährt weiter.

In Ytrøy, das auch über die Straße von Ytre Sula aus zu erreichen ist, hält das Schiff bei Solundmat, einem kleinen Betrieb, der das herstellt, was viele für das beste Fenalår Norwegens halten, nämlich getrocknetes Schaf- oder Lammfleisch. Die Passagiere können es direkt an der Anlegestelle probieren und kaufen.

Die Route führt weiter durch Storøy, wo die meisten Häuser heute Ferienhäuser sind, vorbei an Indrøy und weiter nach Oddekalv mit seinem alten Handelsposten, der schon bessere Tage gesehen hat. Kurz vor Lågøy kommt man an der Lågøystolane vorbei, einer Felsformation, die beim Abschmelzen der Gletscher vor Tausenden von Jahren zurückblieb und den Seefahrern einst als Navigationshilfe diente. In Lågøy selbst gibt es eine Reparaturwerkstatt für Fischerboote.

Nach Lågøy fährt das Schiff über das offene Meer nach Gåsvær, einer kleinen Insel, die früher ein Handelsposten war. Hier leben immer noch Menschen, und es gibt sogar eine kleine Unterkunft, wenn Sie übernachten möchten. Im Sommer, von Mitte Juni bis Mitte August, wird die Route an Gåsvær vorbei über ein weiteres langes Stück offenes Wasser nach Bulandet, der Endstation, verlängert.

Das Schiff kehrt auf demselben Weg nach Hardbakke zurück. Das Ganze dauert fast den ganzen Tag und ist wahrscheinlich eine der besten Bootstouren Norwegens. Nicht weil sie ausgefeilt oder für Touristen konzipiert ist, sondern weil sie echt ist. So bekommen die Menschen hier draußen ihre Post, ihre Lebensmittel und ihre Verbindung zum Rest der Welt.

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