Høyanger
Høyanger
🏘️ Ortschaft Sognefjord Fjord

Høyanger

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Høyanger ist eine der am besten entwickelten Industriestädte Norwegens. Im Jahr 1915 gründete Sigurd Kloumann die Norsk Aluminium Company und wählte diesen Ort am Sognefjord, weil der Fluss Høyangselva zur Nutzung der Wasserkraft aufgestaut werden konnte. 1918 war die Aluminiumschmelze in Betrieb. Die Stadt, die Fabrik und das Kraftwerk wurden als ein einziges Projekt gebaut. Die Arbeiter brauchten Häuser, und so baute Kloumann auch diese, in ordentlichen Reihen den Hang hinauf. Høyanger ist nicht natürlich gewachsen. Es wurde geplant.

Das Hüttenwerk ist immer noch hier, jetzt im Besitz von Hydro, und es ist seit über einem Jahrhundert ununterbrochen in Betrieb. Während des Zweiten Weltkriegs übernahmen die Deutschen die Kontrolle über die Hütte, weil Aluminium für die Flugzeugproduktion unerlässlich war. Die gleiche Geschichte spielte sich in Årdal und Sunndal sowie in allen anderen Aluminiumhütten Norwegens ab. Nach dem Krieg übernahm der Staat die Werke, fusionierte sie zu Årdal og Sunndal Verk und betrieb sie als öffentliche Unternehmen, bis Hydro sie 1986 aufkaufte.

Heute befindet sich Høyanger im Umbruch. Die alten Schmelzanlagen werden durch eine große Aluminiumrecyclinganlage ersetzt. Hydro investiert Milliarden, um Høyanger zu einer der größten Recyclinganlagen Europas für Post-Consumer-Aluminium zu machen. Ein interessanter Wandel: Eine Stadt, die gebaut wurde, um Rohmetall von Grund auf zu verhütten, wird nun umgebaut, um das umzuschmelzen, was wir bereits hergestellt haben. Auch die Architektur ist einen Blick wert. Die ursprünglichen Arbeiterwohnungen aus den 1920er Jahren sind ein seltenes Beispiel für eine geplante norwegische Industriestadt.

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