Tigeren (Tigerstatue)
Tigeren (Tigerstatue)
📍 Wahrzeichen Oslo Städtisch

Tigeren (Tigerstatue)

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Der 4,5 Meter hohe Bronzetiger, der vor dem Osloer Hauptbahnhof kauert, ist wahrscheinlich das Erste, was einem bei der Ankunft auffällt. Die Bildhauerin Elena Engelsen schuf ihn im Jahr 2000 anlässlich der Millenniumsfeierlichkeiten in Oslo, und die Einwohner der Stadt hatten sich für einen Tiger als ihr Symbol ausgesprochen. Der Grund dafür reicht bis ins Jahr 1870 zurück, als Norwegens Nationaldichter Bjørnstjerne Bjørnson das Gedicht „Sidste Sang“ schrieb, in dem er einen Kampf zwischen einem Pferd und einem Tiger beschrieb. Das Pferd stand für das sichere Landleben, der Tiger für die gefährliche Stadt. Seitdem wird Oslo „Tigerstaden“, die Tigerstadt, genannt.

Was als Beleidigung begann, wurde nach und nach zu einem Zeichen des Stolzes. Als Oslo ein Symbol für das Jahr 2000 brauchte, nahmen die Bürger ihren alten Spitznamen an und wählten den Tiger. Die Statue wurde schnell zum inoffiziellen Treffpunkt der Stadt, zu dem Ort, an dem die Einheimischen sagen: „Triff mich beim Tiger.“ Engelsen, der sich auf Tierskulpturen spezialisiert hat, arbeitete in Bronze, um das Raubtier mitten im Anschleichen einzufangen, als würde es gleich in die Menschenmenge am Jernbanetorget springen.

Der Platz selbst, Jernbanetorget, ist Oslos belebtester Verkehrsknotenpunkt, an dem Hauptbahnhof, U-Bahn, Straßenbahnen und Busse zusammenlaufen. Er gilt als etwas rauer Ort, was die Metapher des Tigers nur noch unterstreicht. Ob man ihn nun mag oder nicht – beim Tiger beginnen die meisten Besuche in Oslo.

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