Leuchtturm von Obrestad
📍 Wahrzeichen Jæren Küste

Leuchtturm von Obrestad

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Der 1873 erbaute Leuchtturm von Obrestad war der erste Leuchtturm an der Küste von Jæren, der nicht auf einer Insel, sondern auf dem Festland errichtet wurde, und ist bis heute der westlichste Festlandleuchtturm Norwegens. Der ursprüngliche 16,5 Meter hohe quadratische Granitturm mit der Wohnung des Leuchtturmwärters war auf Langlebigkeit ausgelegt, doch die Steinmauern erwiesen sich als feucht, kalt und unbewohnbar; daher wurde 1905 ein Holzhaus angebaut. Der Leuchtturm verfügt über die einzige Fresnel-Linse mit quadratischen Drehelementen unter den norwegischen Leuchttürmen und sendet einen festen, weiß blinkenden Lichtstrahl aus, der bis zu 18 Seemeilen weit sichtbar ist.

Der Turm, den man heute sieht, hat eine eigentümliche Entstehungsgeschichte. Während der deutschen Besatzung wurde 1941 auf dem Leuchtturm ein Aussichtsturm errichtet und rund um das Gelände Luftschutzbunker gebaut. Deutsche Soldaten malten im Keller Wandgemälde, die bis heute erhalten sind. Als der heutige Turm von 1949 bis 1950 errichtet wurde, orientierte man sich am Entwurf dieses deutschen Kriegsaussichtsturms. Der Leuchtturm wurde 1987 automatisiert, und der letzte Leuchtturmwärter verließ ihn 1991. Sein letzter Vollzeitwärter, Idar Runde, war 22 Jahre lang im Dienst und baute während seiner Amtszeit 43 Hawaii-Gitarren von Hand – die erste aus einem Eichenstamm, der am Leuchtturm von Eigerøy angespült worden war, wo er zunächst gearbeitet hatte. Im pietistischen Jæren waren Gitarren für die religiöse Musik unverzichtbar.

Die Gemeinde erwarb den Leuchtturm im Jahr 2006. Er dient heute als Museum mit Dauerausstellungen über das Leben im Leuchtturm, einem Sommercafé und ganzjährigen Übernachtungsmöglichkeiten in den ehemaligen Wärterhäusern. Seit 2000 steht er unter Denkmalschutz gemäß dem Kulturerbegesetz.

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