Nevlunghavn ist ein winziges Fischerdorf, das hinter dem Havneberget, dem „Hafenberg“, an der Skagerrak-Küste von Vestfold liegt. Die ersten dauerhaften Siedler kamen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und bauten weiße Holzhäuser auf der windgeschützten Seite des Felsens, die sorgfältig so ausgerichtet waren, dass sie den heftigen Küstenstürmen standhielten. Steuerunterlagen aus dem Jahr 1765 weisen lediglich acht Häuser und 35 Einwohner aus. Das Dorf wurde um 1700 zur offiziellen Lotsenstation ernannt, um Schiffe sicher entlang der gefährlichen Küste in den Oslofjord zu lotsen. Der Wettbewerb unter den Lotsen war gnadenlos; oft riskierten die Männer ihr Leben, um als Erste die einlaufenden Schiffe zu erreichen. Der Beruf war erblich und wurde über Generationen hinweg vom Vater an den Sohn weitergegeben.
1991 wurde Nevlunghavn von der Riksantikvaren, der norwegischen Denkmalschutzbehörde, als Kandidat der Provinz Vestfold für Norwegens am besten erhaltene Kulturstätten ausgewählt und anschließend in die internationale Liste der schützenswerten Stätten der UNESCO aufgenommen. Das Dorf wurde bewusst nicht zu einer großen Touristenattraktion ausgebaut. Der alte Fischereihafen ist intakt geblieben, und der Yachthafen ist so klein, dass anlegende Boote oft direkt hinter den Fischerbooten festmachen. Auf einer Bank im Dorf steht das Motto: Komm als Gast, geh als Freund.
Seit 1844 kommen Badegäste hierher, und das Badehaus-Hotel aus dem Jahr 1920 zog einst Persönlichkeiten wie Greta Garbo an, die zum Schwimmen kam, und Sonja Henie, die zum Tennisspielen hierherkam. Berühmte norwegische Maler wie Gerhard Munthe, Adolph Tidemand, Hans Gude und Fritz Thaulow haben hier gemalt. Munthes Gemälde von Nevlunghavn aus dem Jahr 1880 befindet sich im Nationalmuseum in Oslo. Auch heute noch fahren die Fischerboote täglich hinaus, und im örtlichen Fischgeschäft werden frische Krabben, Makrelen und Garnelen verkauft.
1991 wurde Nevlunghavn von der Riksantikvaren, der norwegischen Denkmalschutzbehörde, als Kandidat der Provinz Vestfold für Norwegens am besten erhaltene Kulturstätten ausgewählt und anschließend in die internationale Liste der schützenswerten Stätten der UNESCO aufgenommen. Das Dorf wurde bewusst nicht zu einer großen Touristenattraktion ausgebaut. Der alte Fischereihafen ist intakt geblieben, und der Yachthafen ist so klein, dass anlegende Boote oft direkt hinter den Fischerbooten festmachen. Auf einer Bank im Dorf steht das Motto: Komm als Gast, geh als Freund.
Seit 1844 kommen Badegäste hierher, und das Badehaus-Hotel aus dem Jahr 1920 zog einst Persönlichkeiten wie Greta Garbo an, die zum Schwimmen kam, und Sonja Henie, die zum Tennisspielen hierherkam. Berühmte norwegische Maler wie Gerhard Munthe, Adolph Tidemand, Hans Gude und Fritz Thaulow haben hier gemalt. Munthes Gemälde von Nevlunghavn aus dem Jahr 1880 befindet sich im Nationalmuseum in Oslo. Auch heute noch fahren die Fischerboote täglich hinaus, und im örtlichen Fischgeschäft werden frische Krabben, Makrelen und Garnelen verkauft.