Grönland
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Grönland

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Wenn man den Hinterausgang des Osloer Hauptbahnhofs verlässt, betritt man eine völlig andere Stadt. Grønland ist Oslos multikulturellstes Stadtviertel, in dem über 60 % der Einwohner einen Migrationshintergrund haben. Die Straßen sind gesäumt von Halal-Metzgereien, Bäckereien aus dem Nahen Osten, südasiatischen Lebensmittelläden und vietnamesischen Restaurants – und das alles nur fünf Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt.

Das Viertel entstand als Arbeiterviertel an der Hauptzufahrtsstraße zum historischen Christiania. Im 19. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem Industriegebiet mit Fabriken und Lagerhäusern. Als die Einwanderung nach Norwegen in den 1960er- und 1970er-Jahren zunahm, wurde Grønland zur ersten Anlaufstelle für Neuankömmlinge und hat diesen Charakter seitdem beibehalten. Die Central Jam-e-Moschee an der Åkebergveien, die in den 1990er Jahren gegründet wurde, ist mit Platz für über 700 Menschen die zweitgrößte Moschee Norwegens.

Das Viertel hat sich nach und nach gentrifiziert: Neben den Dönerläden haben sich trendige Cafés und Vintage-Läden angesiedelt, doch es fühlt sich immer noch wie eine andere Welt an im Vergleich zu den schicken Bauprojekten am Wasser, die nur wenige Häuserblocks entfernt liegen. Die alte Polizeistation Grønland am Grønlandsleiret 44 dient als Hauptpolizeipräsidium von Oslo – eine praktische Erinnerung daran, dass dies schon immer ein Stadtteil war, den die Stadt genau im Auge behält. Für Besucher ist es eine der besten Gegenden in Oslo, um preiswertes, authentisches Essen aus Dutzenden verschiedener Küchen zu genießen.

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