Fridtjof der Kühne
📍 Wahrzeichen Sognefjord Fjord

Fridtjof der Kühne

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Auf einem Hügel bei Vangsnes blickt eine kolossale Bronzestatue über den Sognefjord. Die Statue von Fridtjov den frøkne, dem kühnen Wikingerhelden, ist 10,5 Meter hoch und steht auf einem 12 Meter hohen Sockel, sodass sie eine Gesamthöhe von 22,5 Metern erreicht. Sie ist eine der größten Statuen in ganz Skandinavien.

Die Statue war ein Geschenk des deutschen Kaisers Wilhelm II., der zwanzig Sommer lang an Bord seiner Yacht die norwegischen Fjorde befahren hatte. Er war fasziniert von der mittelalterlichen isländischen Saga über Fridtjof, dessen Vater Torstein Vikingsson angeblich in Framnes, dem heutigen Vangsnes, gelebt hatte. Die Saga erzählt, wie sich Fridtjof in Ingebjørg, die Tochter von König Bele, verliebte, aber als unwürdig zurückgewiesen wurde. Ins Exil verbannt, kehrte er schließlich zurück, diente dem alternden König Ring und erbte nach Rings Tod sowohl das Königreich als auch die Königin. Der Kaiser beauftragte den Berliner Bildhauer Max Unger mit der Anfertigung der Statue, die in 15 Einzelteilen nach Vangsnes transportiert und von 100 deutschen Marinesoldaten aufgestellt wurde. Sie wurde am 31. Juli 1913 enthüllt, nur ein Jahr vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

Nach beiden Weltkriegen gab es angesichts ihrer deutschen Herkunft eine öffentliche Debatte über ihren Abriss. Doch die Statue blieb erhalten und steht heute als kurioses Mahnmal für eine Zeit, in der ein deutscher Kaiser seine Liebe zu Norwegen durch eine Wikingerlegende zum Ausdruck brachte. Auf der anderen Seite des Fjords in Balestrand steht auf einem Grabhügel eine Begleitstatue von König Bele, die ebenfalls vom Kaiser in Auftrag gegeben wurde.

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