Die Holzkanäle von Røros
📜 Geschichte Østerdalen Wald

Die Holzkanäle von Røros

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Die Kupferschmelzen in Røros verbrauchten enorme Mengen an Holzkohle, und für die Herstellung von Holzkohle wurde Holz benötigt. Im 18. Jahrhundert waren die Wälder in der unmittelbaren Umgebung der Stadt bereits abgeholzt, weshalb die Kupferhütte ein ausgeklügeltes Netz aus Holzkanälen und Rutschen errichtete, um Baumstämme aus dem abgelegenen Femunden-Seengebiet nach Feragsjøen zu transportieren, wo sie zu Holzkohle für die Schmelzhäuser verarbeitet werden konnten.

Das als „tømmerrennene“ bekannte System umfasste von Hand gegrabene Kanäle, hölzerne Rinnen und mit Steinen ausgekleidete Abschnitte, die das Holz quer durch die Landschaft zwischen den beiden Seen leiteten. Die Instandhaltung der Kanäle war eine ständige Aufgabe: Frühjahrshochwasser konnten Abschnitte über Nacht zerstören, und aufgrund der kurzen Flößsaison zählte jeder Tag. Während der Flößsaison wohnten die Arbeiter in einfachen Hütten entlang der Strecke.

Teile des Kanalsystems wurden restauriert und können heute zu Fuß erkundet werden; sie bieten einen Einblick in die industrielle Infrastruktur, die Røros über 300 Jahre lang am Laufen hielt. Das Gebiet ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Die BergbaustadtRøros und ihre Umgebung“, das 2010 um die umliegende Landschaft erweitert wurde, die den Bergbaubetrieb ermöglichte.

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