Stavern: Tordenskiold's Festung und Norwegens erste Marinewerft
📜 Geschichte Vestfold Küste

Stavern: Tordenskiold's Festung und Norwegens erste Marinewerft

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Die Befestigungsanlagen in Stavern gehen auf die 1680er Jahre zurück, als die Zitadelle zum Schutz dieses Küstenabschnitts gebaut wurde. Während des Großen Nordischen Krieges zu Beginn des Jahres 1700 diente der Hafen als Stützpunkt für den legendären Seekriegsführer Tordenskiold und seine Flotte. Von hier aus startete er den Raubzug, der ihn berühmt machte: Am 8. Juli 1716 segelte Tordenskiold mit nur sieben Schiffen über das Skagerrak in den Dynekilen-Fjord an der schwedischen Küste bei Strömstad und zerstörte oder kaperte rund 30 schwedische Transportschiffe, wodurch die Nachschublinie für die schwedische Belagerung von Fredrikshald abgeschnitten wurde.

Die Schlacht, die als Dynekilslaget bekannt ist, wird immer noch in Stavern und nicht am eigentlichen Schlachtort in Schweden gefeiert: Die Festung war Tordenskiolds Heimathafen, und der Verein Tordenskiolds Soldater, der seit 1991 hier ansässig ist, führt alle zwei Jahre eine vollständige Nachstellung der Schlacht durch, wobei der Hafen und die Festungsanlagen als Ersatz für den schwedischen Fjord dienen. 1750 ordnete König Fredrik V. den Bau von Fredriksvern an, der ersten zweckbestimmten Marinewerft Norwegens, und im Laufe des nächsten Jahrhunderts liefen mehr als fünfzig Kriegsschiffe von ihren Slipanlagen aus.

Nachdem die Marine ihren Hauptstützpunkt in den 1830er Jahren nach Horten verlegt hatte, erfüllte Fredriksvern weiterhin verschiedene militärische Aufgaben: Es diente bis 2002 als Akademie der Luftwaffe. Heute beherbergen die gut erhaltenen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert Museen, Galerien und Bildungseinrichtungen wie die nationale Polizei- und Feuerwehrakademie. Die alte Garnisonskirche von 1756 steht noch.

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