Hütte Lovise
📜 Geschichte Østerdalen Tal

Hütte Lovise

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Als die Kupferhütte von Folldal im Jahr 1748 eine Schmelzhütte benötigte, errichtete man diese hier in Plassen und benannte sie nach Königin Louise von Dänemark-Norwegen. Der Standort wurde aufgrund der Verfügbarkeit von Wasserkraft und Holz für die Holzkohleproduktion ausgewählt. Die Schmelzhütte war über 130 Jahre lang in Betrieb und verarbeitete Kupfererz, das aus den 30 Kilometer westlich gelegenen Bergwerken von Folldal herangeschafft wurde.

Die Hütte wurde zum wirtschaftlichen Herz der Region, und Plassen entwickelte sich zum heutigen Zentrum von Alvdal. Arbeiter, Händler und Bauern ließen sich rund um die Hütte nieder, angezogen von den Löhnen und dem Handel, den sie generierte. Im Jahr 1879 brannte das Gebäude nieder und wurde nie wieder aufgebaut. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Kupfermarkt bereits verändert, und die alten, auf Holzkohle basierenden Verhüttungsmethoden konnten nicht mehr mithalten.

Noch heute sind die archäologischen Überreste am Standort zu sehen: Steinfundamente, der Wasserkanal, der die Blasebälge und Hämmer antrieb, sowie Schlackenhalden, auf denen die Abfälle aus der Verhüttung abgelagert wurden. Die Schlacke mit ihrer glasartigen blaugrünen Oberfläche ist über das gesamte Gebiet verstreut und erinnert still an die 131 Jahre, in denen dieser Ort das industrielle Zentrum des oberen Østerdalen war.

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