Gjøvik
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Gjøvik

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Gjøvik liegt am Westufer des Mjøsa, Norwegens größtem See. Die Stadt entwickelte sich zu einem Handelszentrum für den landwirtschaftlichen Bezirk Toten und zu einer Haltestelle der 1902 eröffneten Eisenbahnlinie „Gjøvikbanen“ aus Oslo.

Die bemerkenswerteste Sehenswürdigkeit der Stadt verbirgt sich im Inneren eines Berges. Für die Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer hoben Ingenieure die „Gjøvik Olympiske Fjellhall“ aus massivem Fels aus und schufen so die weltweit größte Höhlenhalle für öffentliche Zwecke. Die Eishockeyarena befindet sich 120 Meter tief im Inneren des Berges, über ihr liegen 55 Meter Felsgestein; sie bietet Platz für 5.500 Zuschauer und war Austragungsort von 16 olympischen Spielen. Die Idee entstand 1988 bei einem Abendessen zwischen zwei lokalen Ingenieuren, die zu dem Schluss kamen, dass durch den Bau unter der Erde wertvolles Bauland in der Innenstadt geschont und eine natürliche Kühlung für das Eis gewährleistet würde.

In Gjøvik war auch O. Mustad & Søn ansässig, einst der weltweit größte Hersteller von Angelhaken. Das 1877 gegründete Werk produzierte Haken, die in alle Fischernationen der Welt exportiert wurden. Der Name Mustad ist unter Anglern weltweit nach wie vor bekannt. Ein Teil des alten Mustad-Industriegeländes beherbergt heute eine ganz andere Einrichtung: die NTNU Gjøvik, einen der drei Standorte der größten Universität Norwegens. Der Campus ist das landesweit führende Zentrum für Cybersicherheitsforschung und Sitz des Norwegischen Labors für Informationssicherheit. Die Absolventen sind bei den norwegischen Verteidigungs- und Geheimdiensten sehr gefragt, was dieser kleinen Stadt im Landesinneren mit 30.000 Einwohnern eine unerwartete Rolle in der nationalen Sicherheit verleiht.

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