Sie können es nicht übersehen. Egal, ob Sie auf der E6 oder mit dem Zug unterwegs sind, das Vikingskipet sticht ins Auge - eine riesige Halle in Form eines umgestürzten Wikinger-Langschiffs. Sie wurde für die Olympischen Winterspiele 1994 gebaut und kostete 228 Millionen Kronen.
Der Entwurf der Architekten Niels Torp und Biong & Biong ist nicht nur eine Attraktion. Das gewölbte Dach reduziert die Luftturbulenzen, was zur Bildung von Schnelleis beiträgt. Während der Olympischen Spiele wurden hier vier Weltrekorde aufgestellt. Sie ist immer noch Norwegens nationale Eisschnelllaufarena und eine der schnellsten Bahnen der Welt.
Die Halle fasst 10.600 Zuschauer bei Sportveranstaltungen und bis zu 20.000 bei Konzerten. U2, Metallica und die Rolling Stones sind hier bereits aufgetreten. Seit 1996 findet hier jedes Jahr zu Ostern The Gathering statt, eine der größten Computerpartys der Welt. Nach den COVID-Störungen und der Absage der Veranstaltung 2024 wird sie 2025 in kleinerem Rahmen wieder stattfinden.
Im Winter ist die Eisfläche für das öffentliche Schlittschuhlaufen geöffnet. Sie können Schlittschuhe ausleihen und auf demselben 400-Meter-Oval gleiten, auf dem schon die Olympiasieger ihre Runden drehten. Die Eissaison dauert von Anfang November bis Ende Februar. In dieser Zeit trägt Hamar IL Bandy hier auch seine Heimspiele aus. Außerhalb der Eissaison oder bei Großveranstaltungen ist die Halle leer.
Wenn Sie Eishockey spielen möchten, finden Sie im benachbarten CC Amfi Storhamar Hockey, eine der erfolgreichsten Mannschaften Norwegens mit acht Meisterschaften. Das ist ein separates Gebäude gleich nebenan, das ebenfalls für die Olympischen Spiele 1994 gebaut wurde.
Sie können das Vikingskipet während der Öffnungszeiten gegen eine geringe Gebühr besuchen. Dort gibt es ein Café und eine kleine Ausstellung. Aber ehrlich gesagt, wenn nicht gerade eine Veranstaltung stattfindet oder man auf dem Eis laufen kann, ist das Gebäude von außen beeindruckender als von innen.