Styvi und die Poststraße
📜 Geschichte Sognefjord Fjord

Styvi und die Poststraße

Auf der Karte öffnen
60 Minuten
Styvi liegt am Ostufer des Nærøyfjords, direkt gegenüber von Dyrdal. Der Ort ist bereits seit der Wikingerzeit besiedelt. Im Mittelalter gab es dort drei Gehöfte, doch die Pest von 1349 reduzierte ihre Zahl auf zwei. Seitdem gab es nie mehr als zwei.

Jahrhundertelang war Styvi eine Poststation an der Königlichen Poststraße zwischen Bergen und Christiania. Die Route wurde um 1647 eingerichtet. Im Sommer wurde die Post mit dem Boot von Gudvangen nach Lærdal befördert – eine Strecke von 45 Kilometern, die mit Ruderbooten zurückgelegt wurde. Im Winter, wenn der schmale Innenfjord mit Eis bedeckt war, mussten die Postboten zu Fuß gehen. Um 1660 wurde ein Weg von Styvi nach Bleiklindi angelegt, der etwa 6 Kilometer entlang des Fjordufers führte. Von Styvi aus, wo der Fjord breiter und tiefer ist und nicht zufriert, konnten sie den Rest des Weges bis nach Lærdal rudern. Wenn der Fjord vollständig zugefroren war, nutzten sie eine Kombination aus Boot und Schlitten. Dabei kamen Menschen ums Leben.

In Bleiklindi steht der Baum, der dem Ort seinen Namen gab: „Bleiklindi “ bedeutet „blasse Linde“. Es handelt sich um eine unter Naturschutz stehende botanische Rarität. Die meisten Linden sind im Frühling grün und im Herbst gelb. Bei dieser ist es genau umgekehrt: Im Frühling hat sie blassgelb-grüne Blätter, die sich im Herbst grün färben, während alles andere gelb wird. Niemand weiß, warum.

Zwischen Styvi und Bleiklindi, an einem Ort namens Holmo, befindet sich ein unter Naturschutz stehender Grabhügel aus der späten Eisenzeit. Er hat einen Durchmesser von 15 Metern und ist 2 Meter hoch – der größte seiner Art in der Gemeinde Aurland. Das LandschaftsschutzgebietStyvi-Holmo wurde 1991 eingerichtet.

Hol dir die kostenlose Xplore-Norway-App

Lass dir jeden Ort beim Fahren automatisch vorlesen, mit Offline-Karten für ganz Norwegen.

  • Automatischer GPS-Audioguide
  • Offline-Karten für ganz Norwegen
  • Kostenlos

1580 Orte in ganz Norwegen