Sohn
🏘️ Ortschaft Follo Küste

Sohn

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Son liegt an der von den Einheimischen als „sonnige Seite“ des Oslofjords bezeichneten Stelle und ist eine kleine Küstenstadt, deren Geschichte weitaus bedeutender ist, als ihre Größe vermuten lässt. Ihre Blütezeit begann um 1550 als Holzausfuhrhafen an der Mündung des Flusses Sana, wo das Holz flussabwärts transportiert und an niederländische, englische und dänische Kaufleute verkauft wurde. Son war so bedeutend, dass niederländische Kartographen ab 1582 den gesamten Oslofjord auf ihren Seekarten als „Zoon Water“ bezeichneten. In den 1670er Jahren waren die Zolleinnahmen der Stadt doppelt so hoch wie die des benachbarten Moss. Außerdem diente Son als Winterhafen für Christiania, wenn der innere Fjord zugefroren war.

Der Niedergang setzte nach 1720 ein, als Moss den Status einer Marktstadt erhielt und Son allmählich ins Stocken geriet. Doch Anfang des 20. Jahrhunderts erfand sich die Stadt als Treffpunkt für Künstler neu. Der Schriftsteller Nils Kjær, der Maler Ludvig Karsten, der Dichter Herman Wildenvey und andere ließen sich hier nieder, angezogen vom Licht und der Ruhe. Diese kreative Tradition setzt sich bis heute fort, mit aktiven Galerien entlang der engen Gassen.

Die Architektur der Stadt bewahrt alte Holzhäuser aus der Zeit des niederländischen Handels, mit engen Gassen in einem Stil, wie er eher an der südlichen Küste Norwegens zu finden ist. Die Hollandveien, die Hollandstraße, verläuft durch die Stadt und ist ein direktes Echo der jahrhundertealten Verbindung zu den Niederlanden. Der Hafen ist nach wie vor ein beliebtes Ziel für Segler und Kleinboote, und die nach Osten ausgerichtete Küste genießt deutlich mehr Sonnenschein als die Westseite des Fjords.

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