Die Skisprungschanzen über Lillehammer sind kaum zu übersehen. Lysgårdsbakkene wurde für die Olympischen Spiele 1994 erbaut und ist zum Wahrzeichen der Stadt geworden.
Die Anlage verfügt über zwei Schanzen – die Großschanze mit 140 Metern und die Normalschanze mit 98 Metern. Beide sind mit Kunststoffbelag ausgestattet, sodass die Skispringer hier das ganze Jahr über trainieren können. Etwa 80.000 Sprünge im Winter, weitere 20.000 im Sommer. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie bei Ihrem Besuch jemanden durch die Luft fliegen sehen.
Die Eröffnungs- und Abschlusszeremonien der Olympischen Spiele 1994 fanden in der Arena unterhalb der Sprungschanzen statt. Die olympische Fackel wurde von Kronprinz Haakon entzündet – ein schöner historischer Anklang, wenn man bedenkt, dass die Skigeschichte von Lillehammer damit beginnt, dass ein anderer Håkon im Jahr 1206 in Sicherheit gebracht wurde.
Mit dem Sessellift gelangt man auf den Gipfel der großen Schanze. Allein schon der Blick über Lillehammer und den Mjøsa ist die Fahrt wert. Wer sich fit fühlt, kann die 936 Stufen hinuntergehen – oder hinaufsteigen, wenn man sich wirklich quälen will. Einige Einheimische nutzen sie zum Training.
Oben angekommen kann man den Anlauf hinunterblicken und nachvollziehen, was Skispringer sehen, bevor sie abspringen. Es ist steiler, als es im Fernsehen aussieht.
Die Arena wurde 1993 mit dem norwegischen Architekturpreis „Betongtavlen“ ausgezeichnet. Dort finden nach wie vor Weltcup-Veranstaltungen und das „Raw Air“-Turnier statt.