Das weltweit einzige Museum, das sich ganz dem Lutefisk widmet, befindet sich im zweiten Stock eines Gebäudes in der charmanten Kroketønna-Straße in der Altstadt von Drøbak. Diese 1997 eröffnete, skurrile Einrichtung erzählt die Geschichte von Norwegens umstrittenstem Gericht – von seinen geheimnisvollen Ursprüngen bis hin zum modernen Weihnachtstisch.
Lutefisk bedeutet „Laugenfisch“: getrockneter Stockfisch, meist Kabeljau, der tagelang in einer ätzenden Laugenlösung eingeweicht wird. Die Zubereitung dauert fast zwei Wochen. Die Lauge zerstört über die Hälfte des Proteins im Fisch und ordnet die Aminosäurebindungen neu an, wodurch die berüchtigte geleeartige Konsistenz entsteht, die die Norweger entweder verehren oder nicht anrühren wollen. Eine beliebte Legende führt das Gericht auf die Wikingerzeit zurück, als ein Fischerdorf niederbrannte und der auf Birken-Trockengestellen liegende Kabeljau monatelang in Regenwasser eingeweicht wurde, das mit Birkenasche – einer natürlichen Laugenquelle – vermischt war. Schließlich wagte es jemand, ihn zu essen. Der Handel mit getrocknetem Stockfisch, der Lutefisk erst möglich machte, wurde im 12. Jahrhundert zu Norwegens wichtigstem Exportgut.
Seit 1997 veranstaltet das Museum jährlich den „Lutefiskens dag“, den Lutefisk-Tag. Nur etwa fünf Prozent der Norweger essen tatsächlich Lutefisk, dennoch bleibt er ein starkes Symbol der norwegischen Weihnachtstradition. In einer kulturellen Ironie wird im amerikanischen Mittleren Westen von den Nachfahren norwegischer Auswanderer mehr Lutefisk verzehrt als in Skandinavien selbst. Das Motto des Museums bringt es treffend auf den Punkt: Keine Liebe ist aufrichtiger als die Liebe zum Lutefisk.
Lutefisk bedeutet „Laugenfisch“: getrockneter Stockfisch, meist Kabeljau, der tagelang in einer ätzenden Laugenlösung eingeweicht wird. Die Zubereitung dauert fast zwei Wochen. Die Lauge zerstört über die Hälfte des Proteins im Fisch und ordnet die Aminosäurebindungen neu an, wodurch die berüchtigte geleeartige Konsistenz entsteht, die die Norweger entweder verehren oder nicht anrühren wollen. Eine beliebte Legende führt das Gericht auf die Wikingerzeit zurück, als ein Fischerdorf niederbrannte und der auf Birken-Trockengestellen liegende Kabeljau monatelang in Regenwasser eingeweicht wurde, das mit Birkenasche – einer natürlichen Laugenquelle – vermischt war. Schließlich wagte es jemand, ihn zu essen. Der Handel mit getrocknetem Stockfisch, der Lutefisk erst möglich machte, wurde im 12. Jahrhundert zu Norwegens wichtigstem Exportgut.
Seit 1997 veranstaltet das Museum jährlich den „Lutefiskens dag“, den Lutefisk-Tag. Nur etwa fünf Prozent der Norweger essen tatsächlich Lutefisk, dennoch bleibt er ein starkes Symbol der norwegischen Weihnachtstradition. In einer kulturellen Ironie wird im amerikanischen Mittleren Westen von den Nachfahren norwegischer Auswanderer mehr Lutefisk verzehrt als in Skandinavien selbst. Das Motto des Museums bringt es treffend auf den Punkt: Keine Liebe ist aufrichtiger als die Liebe zum Lutefisk.