Norwegisches Klippfischmuseum
🏛️ Museum Nordmøre Küste

Norwegisches Klippfischmuseum

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Auf der Insel Gomalandet in Kristiansund steht Milnbrygga, ein gewaltiger Klippfisch-Kai, dessen ältester Teil aus dem Jahr 1749 stammt. Im Inneren befindet sich das Norsk Klippfiskmuseum, und wenn man durch die Tür tritt, fühlt man sich in das 18. Jahrhundert zurückversetzt: Die Wände riechen nach fast drei Jahrhunderten Nutzung immer noch nach Salz und getrocknetem Kabeljau.

Klippfisch, „klippfisk“, ist Kabeljau, der zerlegt, gesalzen und auf den Felsen an der Küste getrocknet wird. Diese Technik kam in den 1690er Jahren aus den Niederlanden und Spanien und verwandelte Kristiansund von einem kleinen Hafen in eine der wohlhabendsten Handelsstädte Norwegens. Im 18. Jahrhundert exportierte die Stadt Tausende Tonnen in das katholische Südeuropa, wo getrockneter Kabeljau für die Fastenzeit und Fastentage unverzichtbar war. Portugal, Spanien und Brasilien wurden zu den größten Märkten, und die Familien von Kristiansund erwarben Vermögen, die die unverwechselbare Architektur der Stadt auf vier Inseln prägten.

Das Museum führt die Besucher durch das unveränderte Innere des Kais und veranschaulicht traditionelle Produktionsmethoden anhand von Fotografien, Werkzeugen und Augenzeugenberichten. Mehrere Fotoausstellungen dokumentieren das Leben auf den Trocknungsplätzen: Frauen und Kinder, die den Fisch auf den Felsen wenden, Männer, die Fässer auf Segelschiffe verladen. Die Milnbrygga-Kai wurde ab 1749 schrittweise von der Kaufmannsfamilie Gordon erbaut und blieb bis in die Nachkriegszeit hinein in Betrieb. Am einfachsten erreicht man sie mit der Hafenfähre „Sundbåten“ bis zur Haltestelle Gomalandet.

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