Friedensnobelpreis-Zentrum
🏛️ Museum Oslo Städtisch

Friedensnobelpreis-Zentrum

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Das Friedenszentrum befindet sich am Rådhusplassen, dem Platz vor dem Osloer Rathaus, direkt am Wasser. Es wurde 2005 von König Harald V. eröffnet und ist im ehemaligen „Vestbanestasjon“, Oslos altem Westbahnhof, untergebracht, einem prächtigen Backsteingebäude aus dem Jahr 1872, das vom Architekten Georg Andreas Bull entworfen wurde.

Doch zunächst die naheliegende Frage: Warum wird der Friedensnobelpreis in Oslo verliehen und nicht in Stockholm zusammen mit all den anderen Nobelpreisen? Die Antwort lautet: Niemand weiß es so recht. Als Alfred Nobel 1895 sein Testament verfasste, befanden sich Norwegen und Schweden noch in einer politischen Union mit einem gemeinsamen Monarchen. Nobel legte fest, dass über den Friedenspreis ein vom norwegischen Parlament gewähltes Komitee entscheiden sollte, erklärte jedoch nie, warum. Eine Theorie besagt, dass er Norwegen als weniger militaristisch ansah als Schweden. Eine andere ist, dass er Bjørnstjerne Bjørnson, den norwegischen Schriftsteller und Friedensaktivisten, bewunderte. Was auch immer der Grund sein mag – Norwegen erhielt diese Ehre, und seitdem ist die Preisverleihung in Oslo geblieben.

Das Museum selbst nutzt eine Mischung aus digitalen Installationen, Filmen und traditionellen Exponaten, um die Geschichten aller Friedenspreisträger zu präsentieren. Das Herzstück ist der „Nobels Hage“, der Nobelgarten, in dem jeder Preisträger auf einem eigenen Bildschirm präsentiert wird, umgeben von tausend kleinen Lichtern. Außerdem gibt es das „Nobel-kammeret“, einen Raum, der dem Leben von Alfred Nobel und der Geschichte des Preises gewidmet ist, einschließlich Filmmaterial von tatsächlichen Preisverleihungen. Wechselausstellungen beleuchten umfassendere Themen rund um Frieden, Konflikte und Menschenrechte.

Das Zentrum empfängt jährlich rund 250.000 Besucher. Da es sich nicht um ein großes Museum handelt, reicht in der Regel eine Stunde für einen ausführlichen Rundgang aus.

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