Dass die Straße hier seltsam neu und provisorisch wirkt, hat einen Grund. Am 30. August 2025 riss ein gewaltiger Erdrutsch aus Quicksand die Landschaft bei Nesvatnet in der Nähe von Ronglan auf und verschüttete die Autobahn E6, die ältere Parallelstraße sowie einen Abschnitt der Nordlandsbahn auf einen Schlag. Norwegens wichtigster Nord-Süd-Korridor wurde unterbrochen, und ein dänischer Bauarbeiter kam dabei ums Leben.
Über zwei Monate lang war Nordnorwegen praktisch von der Straße abgeschnitten. Umleitungen führten entweder über Fosen auf der Kreisstraße 755 oder durch Schweden auf der E14. Die Sperrung löste eine hitzige öffentliche Debatte aus: Lokale Bauunternehmer argumentierten, sie könnten eine Umgehungsstraße in etwa einer Woche bauen, doch Sicherheitsgutachten und geotechnische Bohrungen zur Suche nach stabilem Untergrund dauerten Wochen, bevor mit dem Bau überhaupt begonnen werden konnte. Am 9. Oktober begannen schließlich die Arbeiten, und die provisorische, 1,2 Kilometer lange Umgehungsstraße wurde am 8. November eröffnet; sie wurde von der lokalen Firma Letnes Entreprenør für 50 bis 70 Millionen Kronen gebaut.
Bei der Eisenbahn dauerte es sogar noch länger. Der Abschnitt zwischen Åsen und Levanger wurde erst im Juni 2026 wieder in Betrieb genommen, fast zehn Monate nach dem Erdrutsch. Untersuchungen ergaben später, dass drei Unternehmen im Verdacht standen, den Erdrutsch durch Bauarbeiten im empfindlichen Lehm ausgelöst zu haben.
Ereignisse wie dieses sind in Norwegen leider keine Seltenheit. Schnelllehm, steiles Gelände und starke Regenfälle machen Erdrutsche zu einer regelmäßigen Gefahr, und jedes Jahr werden irgendwo im Land Straßen und Eisenbahnstrecken durch Erdrutsche gesperrt. Die gleiche geologische Beschaffenheit verursachte 1893, nur 25 Kilometer talaufwärts, das „Verdalsraset“, bei dem 55 Millionen Kubikmeter Lehm zusammenbrachen und 116 Menschen ums Leben kamen. Die nach der letzten Eiszeit abgelagerten marinen Lehmschichten sehen fest aus, können sich jedoch bei Störungen ohne Vorwarnung verflüssigen.
Über zwei Monate lang war Nordnorwegen praktisch von der Straße abgeschnitten. Umleitungen führten entweder über Fosen auf der Kreisstraße 755 oder durch Schweden auf der E14. Die Sperrung löste eine hitzige öffentliche Debatte aus: Lokale Bauunternehmer argumentierten, sie könnten eine Umgehungsstraße in etwa einer Woche bauen, doch Sicherheitsgutachten und geotechnische Bohrungen zur Suche nach stabilem Untergrund dauerten Wochen, bevor mit dem Bau überhaupt begonnen werden konnte. Am 9. Oktober begannen schließlich die Arbeiten, und die provisorische, 1,2 Kilometer lange Umgehungsstraße wurde am 8. November eröffnet; sie wurde von der lokalen Firma Letnes Entreprenør für 50 bis 70 Millionen Kronen gebaut.
Bei der Eisenbahn dauerte es sogar noch länger. Der Abschnitt zwischen Åsen und Levanger wurde erst im Juni 2026 wieder in Betrieb genommen, fast zehn Monate nach dem Erdrutsch. Untersuchungen ergaben später, dass drei Unternehmen im Verdacht standen, den Erdrutsch durch Bauarbeiten im empfindlichen Lehm ausgelöst zu haben.
Ereignisse wie dieses sind in Norwegen leider keine Seltenheit. Schnelllehm, steiles Gelände und starke Regenfälle machen Erdrutsche zu einer regelmäßigen Gefahr, und jedes Jahr werden irgendwo im Land Straßen und Eisenbahnstrecken durch Erdrutsche gesperrt. Die gleiche geologische Beschaffenheit verursachte 1893, nur 25 Kilometer talaufwärts, das „Verdalsraset“, bei dem 55 Millionen Kubikmeter Lehm zusammenbrachen und 116 Menschen ums Leben kamen. Die nach der letzten Eiszeit abgelagerten marinen Lehmschichten sehen fest aus, können sich jedoch bei Störungen ohne Vorwarnung verflüssigen.