Marnardal
📜 Geschichte Vest-Adger Tal

Marnardal

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Der Bahnhof Marnardal liegt am Fluss Mandalselva, etwa 1,5 Kilometer nördlich von Heddeland, dem ehemaligen Verwaltungszentrum der Gemeinde Marnardal (die 2020 mit Lindesnes fusionierte). Der altnordische Name „Marnardalr“ setzt sich aus dem Flussnamen „Marna“ und „dalr“(Tal) zusammen.

Wenn Sie aus dem Fenster schauen und sich fragen, warum diese Bahnstrecke durch menschenleere Täler verläuft, anstatt die eigentlichen Städte Südnorwegens miteinander zu verbinden, sind Sie nicht der Erste, der diese Frage stellt. Wo die Sørlandsbanen verlaufen sollte, war fünfzig Jahre lang Gegenstand einer Debatte im norwegischen Parlament. Eine Küstenstrecke durch Mandal, Lyngdal, Farsund und Flekkefjord hätte weitaus mehr Menschen versorgt, doch das Landesinnere setzte sich durch. Die Inlandstrecke war kürzer und kostengünstiger zu bauen. Die Küstenstädte verfügten bereits über Schifffahrtsverbindungen, während das Landesinnere fast keine Verkehrsanbindungen hatte. Und eine vom Meer entfernte Eisenbahnstrecke konnte nicht von Kriegsschiffen beschossen werden.

Das Parlament entschied sich für diese sogenannte Mittellinie, und die deutschen Besatzer stellten sie während des Zweiten Weltkriegs fertig. Die Strecke zwischen Kristiansand und Sira wurde im Dezember 1943 eröffnet, und der vollständige Verkehrzwischen Oslo und Stavanger nahm am 1. Mai 1944 seinen Betrieb auf. Die Deutschen nutzten sie für den Truppen- und Materialtransport.

Das Ergebnis ist eine Eisenbahnstrecke, die alle größeren Städte in Sørlandet westlich von Kristiansand umgeht. Diese Küstenstädte werden stattdessen von Bussen bedient. Ob die Route durch das Landesinnere die richtige Wahl war, wird bis heute diskutiert.

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