Manndalen, auf Nordsami „Olmmáivággi“ genannt, ist das kulturelle Herz der Gemeinde Kåfjord, wo sich seit Jahrhunderten samische, kvenische und norwegische Traditionen miteinander verflechten. Die drei Gemeinschaften lebten und arbeiteten Seite an Seite, und im Tal sind Handwerkskünste erhalten geblieben, die anderswo weitgehend verschwunden sind. Am markantesten ist die „Grene“-Tradition. Diese großen, gewebten Wollteppiche und -decken haben in der Kultur der Meersami eine jahrtausendealte Tradition; einst wurden sie zum Abdecken von Lavvo- Zelten, zum Auslegen von Schlitten und als Bettzeug verwendet. Im Laden „Grenebua“ des Manndalen Husflidslag können Besucher das Handwerk hautnah erleben und Stücke direkt von den Webern kaufen. Jedes Jahr im Juli verwandelt sich das Tal anlässlich des „Riddu Riđđu“, eines Festivals für indigene Musik und Kultur, das sich im Laufe von 25 Jahren zu einem der weltweit bedeutendsten Treffen indigener Künstler entwickelt hat. Der Name bedeutet auf Nordsamisch „kleiner Sturm an der Küste“. Ein kurzer Abstecher vom E6 hinauf ins Kåfjord-Tal führt zur Gorsabrua, einer Fußgängerbrücke, die mit 153 Metern eine der tiefsten Schluchten Nordeuropas überspannt, während der Gorzi-Wasserfall 140 Meter in den Abgrund stürzt.
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