DasKraftmuseet, das norwegische Museum für Wasserkraft und Industrie, ist im alten Kraftwerk Tysso I in Tyssedal untergebracht. Das Gebäude liegt direkt am Sørfjord, einem schlossähnlichen Bau, der vom Architekten Thorvald Astrup entworfen und zwischen 1906 und 1918 errichtet wurde.
Als es 1908 eröffnet wurde, war Tysso I eines der größten Hochdruckkraftwerke der Welt. Die Druckleitung, die das Wasser aus dem Gebirge herabführte, war 730 Meter lang und hatte ein Gefälle von 410 Metern bei einer Neigung von bis zu 60 Grad. Die Arbeiter mussten sich an den eisigen Berghang schrauben oder an Seilen baumeln, um sie zu bauen. Die Station war bis 1989 in Betrieb, und im Jahr 2000 wurde die gesamte Anlage als Kulturerbe unter Schutz gestellt.
Im Inneren sind die Originalmaschinen und die Ausrüstung des Kontrollraums erhalten geblieben. Marmortafeln und Bakelit-Schalter säumen die Wände. Die Turbinenhalle hat feierliche Erkerfenster mit Blick auf den Fjord.
Hier begann der industrielle Wandel Norwegens. Eben noch war Odda ein Touristenort mit zwölf Hotels. Im nächsten Moment wurden die Wasserfälle nutzbar gemacht und die Fabriken kamen. Das Museum erzählt diese Geschichte gut.