Rondablikk Høyfjellshotell
🏨 Unterkunft Gudbrandsdalen Gebirge

Rondablikk Høyfjellshotell

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60 Minuten
Vielleicht schauen Sie sich dieses Gebäude an und fragen sich, was hier passiert ist. Früher war dies das „Rondablikk Høyfjellshotell“, ein traditionelles Berghotel aus den 1920er Jahren. Es brannte nieder und wurde 1977 wieder aufgebaut. Die Einheimischen nannten es „den letzten Gipfel in Rondane“, da es hier auf dem Kvamsfjellet liegt, direkt am Fuße des ersten Nationalparks Norwegens.

Das Hotel hatte schon eine bewegte Geschichte, noch bevor es richtig schiefging. Der Vorbesitzer ging während der Finanzkrise 2008 in Konkurs, und die örtliche Bank war schließlich jahrelang Eigentümerin. Im August 2015 kaufte ein Investor aus Gjøvik namens Ola Moe das Hotel. Er hatte Pläne für eine Luxushotelkette namens „Pure Hotels“, zu der mehrere historische Objekte in ganz Norwegen gehörten.

Doch dann kam die Flüchtlingskrise. Im Oktober 2015, während der Hotelmanager im Ausland im Urlaub war, wandelte Moe das Hotel innerhalb eines einzigen Wochenendes in eine Notunterkunft für Asylsuchende um. Das Personal musste ohne Vorwarnung und ohne Schulung am Samstag noch Touristen bedienen und am Montag bereits Flüchtlinge betreuen. Seine Unternehmen verdienten rund drei Millionen Kronen pro Woche mit der Unterbringung von Asylsuchenden in diesem und anderen Häusern.

Dies geschah in mehreren Berghotels in ganz Norwegen. Es handelte sich um vorübergehende Unterbringungen – die Menschen blieben einige Wochen oder Monate, bevor sie an dauerhafte Standorte mit angemessener Ausstattung verlegt wurden. Dennoch kam es zu Spannungen. Viele Norweger konnten nicht verstehen, warum sich jemand darüber beschweren sollte, in einem schönen Berghotel untergebracht zu sein. Doch für Menschen, die in der Ungewissheit warteten und nicht wussten, wo sie letztendlich landen würden, fühlte sich die Isolation an, als wären sie in der Wildnis vergessen worden.

Das Zentrum wurde nach zwei Monaten geschlossen. Die Mitarbeiter wurden nicht bezahlt. Es folgten Gerichtsverfahren. Die Betreibergesellschaft ging 2019 in Konkurs. Ein anderer Betreiber versuchte es, ging 2024 erneut in Konkurs. Das Hotel steht seit Jahren zum Verkauf.

Sollte es jemals wieder ordnungsgemäß eröffnet werden, wäre es ein fantastischer Ausgangspunkt für Wanderungen in die Rondane. Doch vorerst steht es hier und wartet.

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