Otta ist das regionale Zentrum für das nördliche Gudbrandsdalen. Es ist eine kleine Stadt mit etwa 2.300 Einwohnern, aber ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Der Fluss Otta fließt von Westen her durch das Ottadalen und mündet hier in den Lågen - daher hat die Stadt ihren Namen.
Bevor 1896 die Eisenbahn kam, gab es hier nicht viel. Der Bahnhof veränderte alles. Otta wurde zur Endstation der Dovrebanen, bis diese 1913 Dombås erreichte, und plötzlich war dies ein wichtiger Umschlagplatz. In seiner Blütezeit beschäftigte der Bahnhof über hundert Menschen. In den 1960er Jahren standen bis zu zwanzig Busse Schlange, um Urlauber in die Berge zu bringen, und in einer Saison wurden über 1.200 Paar Skier umgeschlagen. Auch heute noch ist der Bahnhof ein kombinierter Zug-, Bus- und Taxibahnhof - das wichtigste Tor zu den Nationalparks Rondane und Jotunheimen.
Die Schieferindustrie war ebenso wichtig. Im Pillarguri-Steinbruch oben auf dem Berg wird seit etwa 1830 Otta-Schiefer abgebaut. Als die Eisenbahn kam, hatte der Schiefer plötzlich Zugang zu Märkten in ganz Norwegen. In den 1980er Jahren wurden jährlich über 300.000 Quadratmeter abgebaut, die hauptsächlich in die Niederlande und nach Deutschland exportiert wurden. Der Schiefer ist unverwechselbar - schwarz mit Granat- und Amphibolkristallen - und wurde vor kurzem für das neue Museum der Wikingerzeit in Oslo verwendet, und zwar derselbe Typ, der auch den Turm des alten Wikingerschiffmuseums bedeckte.
Der Name Pillarguri bezieht sich auf das legendäre Bauernmädchen, das angeblich 1612 den Überfall auf die schottischen Söldner ankündigte. Die Gemeinde verwendet ihre Silhouette in ihrem Wappen, und der Aussichtspunkt, an dem sie angeblich stand, heißt Pillarguritoppen.
Im Jahr 2000 erhielt Otta den Status einer Stadt und ist damit die dritte offizielle Stadt in Oppland. Der Status hat keine rechtliche Wirkung, aber die Einwohner scheinen ihn zu mögen.