Hønefoss
🏘️ Ortschaft Ringerike Städtisch

Hønefoss

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Hønefoss ist das Verwaltungszentrum der Gemeinde Ringerike und liegt etwa 60 Kilometer nordwestlich von Oslo am Zusammenfluss der Flüsse Begna und Randselva. Hier leben rund 17.000 Menschen. Die Stadt hat ihren Namen von dem Wasserfall Hønefossen , der durch das Stadtzentrum stürzt und bereits 1337 die erste hier urkundlich erwähnte Wassermühle antrieb.

Im 16. Jahrhundert entstanden Sägewerke, die sich zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelten. Später wurde die Kraft des Wasserfalls zur Stromerzeugung genutzt und versorgte 1893 36 Straßenlaternen mit Licht – nur zwei Jahre, nachdem Hammerfest als eine der ersten Städte Europas eine elektrische Straßenbeleuchtung erhalten hatte . Eine eher ungewöhnliche Berühmtheit erlangte die Stadt dadurch, dass Norwegens erstes Dampfschiff, die „DS Kong Ring“, 1837 hier auf dem Fluss vom Stapel lief.

Die Stadt erhielt 1852 ihren offiziellen Status. Von 1873 bis 2012 war die Papierfabrik „Norske Skog Follum“ einer der größten Zeitungsdruckpapierhersteller Europas. Ihre Schließung markierte eine Abkehr von der traditionellen Fertigung.

Hønefoss ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Der 1868 an der Randsfjordbanen eröffnete Bahnhof ist heute an die Bergener Bahnlinie angebunden. Die Straßen nach Oslo, Bergen, Hallingdal und Valdres führen alle hier durch.

Eine überraschende historische Anekdote: Leo Trotzki lebte von 1935 bis 1936 im Exil vor den Toren von Hønefoss und wohnte im Haus des Journalisten Konrad Knudsen von der Arbeiterpartei in Norderhov. Hier verfasste er „Die verratene Revolution“. Im August 1936 drangen norwegische Faschisten auf Befehl der Gestapo in das Haus ein und stahlen einige seiner Unterlagen. Auf Druck Stalins stellte die norwegische Regierung Trotzki schließlich unter Hausarrest, bevor sie ihn nach Mexiko abschob.

In der Nähe von Hønefoss befindet sich das Kistefos-Museum in Jevnaker, eine der bedeutendsten Kunstattraktionen Norwegens.

DerKulturpark Veien umfasst über 100 Grabhügel aus der Eisenzeit und ist damit eine der größten Grabstätten im nordischen Raum. Zu den Funden zählen Waagen, Goldschmuck und Münzen, die belegen, dass dies über 3.000 Jahre lang ein wichtiger Treffpunkt war.

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