Aker Brygge & Tjuvholmen
📍 Wahrzeichen Oslo Städtisch

Aker Brygge & Tjuvholmen

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Aker Brygge war eines der ersten großen Sanierungsprojekte am Wasser in Oslo. Bis 1982 befand sich an diesem Uferabschnitt die 1841 gegründete Werft „Akers Mekaniske Verksted“, die sich zur größten Werft Norwegens entwickelte. In ihrer Blütezeit baute die Werft alles von Dampfschiffen bis hin zu Offshore-Plattformen; Norwegens allererste Ölplattform wurde tatsächlich hier, mitten im Hafen, errichtet. Als die Werft 1982 geschlossen wurde, blieb der Stadt ein riesiges Grundstück in bester Lage am Wasser.

Die Neugestaltung begann fast sofort. Die erste Phase wurde 1986 eröffnet: Einige der alten Industriehallen wurden in Geschäfte und Restaurants umgewandelt, während andere abgerissen wurden, um Platz für neue Gebäude zu schaffen. Die Umgestaltung setzte sich über drei Jahrzehnte hinweg schrittweise fort, wobei zwischen 2010 und 2014 im Rahmen einer umfassenden Sanierung die Straßen und öffentlichen Räume neu gestaltet wurden. Heute leben hier über 900 Menschen, und rund 6.000 kommen täglich zur Arbeit hierher. Die Uferpromenade ist gesäumt von Restaurants in allen Preisklassen, und obwohl sie bei Touristen beliebt sind, haben viele von ihnen auch eine treue lokale Kundschaft.

Am westlichen Ende von Aker Brygge liegt Tjuvholmen, dessen Name übersetzt „Diebesinsel“ bedeutet. Der Name ist kein Marketing-Gag, sondern reicht Jahrhunderte zurück. Im 17. und 18. Jahrhundert war die kleine Insel als Zufluchtsort für Diebe und andere zwielichtige Gestalten berüchtigt und diente sogar als Hinrichtungsort. Später durchlief sie verschiedene Wandlungen: Landgut, Kuhweide, Töpferwerkstatt und öffentliches Bad. Das moderne Tjuvholmen wurde 2014 fertiggestellt und wird vom Astrup Fearnley Museum für moderne Kunst geprägt, das vom italienischen Architekten Renzo Piano entworfen wurde, der für das Centre Pompidou in Paris bekannt ist. Gleich nebenan befindet sich das Boutique-Hotel mit dem passenden Namen THE THIEF.

Früher gab es hier einen kleinen Aussichtsturm namens „Tjuvtitten“, im Grunde einen Aufzug, der einen nach oben brachte, oben kurz anhielt und wieder nach unten fuhr. Er wurde 2012 eröffnet, war jedoch von Anfang an von Problemen geplagt: windbedingte Schließungen, Wartungsprobleme und sehr wenige Besucher. Der Turm ist seit 2021 aus Sicherheitsgründen geschlossen, und die Eigentümer erklärten die Kosten für Betrieb und Sicherheit als „unverhältnismäßig hoch“ im Verhältnis zur Anzahl der Personen, die ihn tatsächlich nutzten. Als die Schließung 2023 bekannt wurde, gab es einige Proteste, doch der Turm wurde nicht wiedereröffnet und stattdessen für Kunstinstallationen umgenutzt.

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