Skibotn, auf Nordsami „Ivgobahta“ und auf Kven „Yykeänperä“ genannt, ist seit Jahrhunderten ein Knotenpunkt verschiedener Kulturen. Seit mindestens 1571 findet hier ein Markt statt, auf dem samische Rentierzüchter, kvenische Bauern und norwegische Fischer am innersten Ende des Lyngenfjords Handel trieben. Bis in die 1850er Jahre hatte er sich zu einem der größten Marktplätze der nördlichen Hemisphäre entwickelt, auf dem jede Saison Zehntausende Kilogramm Fisch, Mehl und Butter sowie über tausend Rentierkadaver gehandelt wurden. Der berühmteste Sohn des Dorfes ist Leonhard Seppala, der hier in den 1880er Jahren als Sohn eines Schmieds aufwuchs. Er wanderte nach Alaska aus und wurde zum Helden des Serumtransports nach Nome im Jahr 1925, als er mit seinem Leithund Togo 91 Meilen auf einer äußerst tückischen Strecke zurücklegte – darunter die gefrorene Weite des Norton Sound –, um Diphtherie-Antitoxin in die betroffene Stadt zu bringen. Er trug dazu bei, den Siberian Husky in Amerika bekannt zu machen. Ein Denkmal im Dorf ehrt ihn. Skibotn prägte auch die samische Kulturbewegung. Der Schriftsteller und Künstler Nils-Aslak Valkeapää, eine der wichtigsten Stimmen der samischen Literatur, lebte hier einen Großteil seines Lebens. Auch Astrid Båhl, die die offizielle samische Flagge entwarf, nannte Skibotn ihr Zuhause. Heute liegt das Dorf an der Kreuzung der Autobahnen E6 und E8 und beherbergt eine Sternwarte, die das ungewöhnlich trockene Klima des Tals und den klaren arktischen Himmel nutzt.
🏘️ Ortschaft
Troms
Fjord
Skibotn
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