Mongstad

📍 Wahrzeichen Industriell

Mongstad

30 Minuten
Mongstad ist die einzige Ölraffinerie Norwegens. Sie befindet sich im Besitz von Equinor (79 %) und Shell (21 %) und verarbeitet rund 12 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr, womit sie über 80 % des norwegischen Kraftstoffbedarfs deckt. Der größte Teil der Produktion besteht aus Benzin, Diesel und Düsentreibstoff. Die Anlage liegt an der Küste etwa 60 km nördlich von Bergen, und der Industriekomplex ist von der Straße 57 aus gut sichtbar.

Mongstad wurde 1975 eröffnet, ist aber vor allem durch die Ereignisse in den späten 1980er Jahren in Erinnerung geblieben. Ein großes Erweiterungsprojekt überschritt das Budget um 6 Milliarden Kronen und löste einen nationalen Skandal aus, der mehrere Statoil-Führungskräfte ihren Job kostete. Das Wort "Mongstad-skandalen" ging in das politische Vokabular Norwegens ein und steht für öffentliche Geldverschwendung im großen Stil.

Im Jahr 2012 bezeichnete Ministerpräsident Jens Stoltenberg die Eröffnung der CO2-Abscheidungsanlage hier als Norwegens Mondlandung". Die Anlage, die weltweit größte ihrer Art, sollte beweisen, dass die CO2-Abscheidung im industriellen Maßstab funktionieren kann. Die Ergebnisse waren durchwachsen, und der Vergleich mit der Mondlandung wird seither immer wieder gegen Politiker verwendet. Das Testzentrum ist immer noch in Betrieb und wird von Equinor betrieben.

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