Hol Chruch ist eine kleine braune Kirche, die seit den frühen 1200er Jahren das Herz der Gemeinde Hol ist. Ursprünglich war sie eine Stabkirche, auch wenn man das heute von außen nicht mehr erkennen würde. Die jahrhundertelangen Umbauten haben sie in etwas ganz anderes verwandelt, doch im Inneren sind noch Spuren des Originals verborgen.
Das bemerkenswerteste Überbleibsel befindet sich unter den Füßen. Als die Kirche 1938 restauriert wurde, entdeckten die Arbeiter, dass 29 Bretter aus den mittelalterlichen Stabwänden als Bodenbretter wiederverwendet worden waren. Auf einigen von ihnen sind noch Teile der ursprünglichen geschnitzten Verzierungen zu sehen. Auch die geschwungene Apsis am östlichen Ende, die heute als Sakristei genutzt wird, stammt vermutlich noch aus dem ersten Bau.
Im Inneren ist die Einrichtung ungewöhnlich. Die Kanzel aus dem Jahr 1696 ist direkt über dem Altar angebracht, wodurch ein kombinierter Predigt- und Abendmahlsort entsteht, der überraschend theatralisch wirkt. Das Altarbild darunter zeigt das letzte Abendmahl und wurde 1703 hinzugefügt.
Auf dem grasbewachsenen Hang zwischen der Kirche und dem See Holsfjorden stehen zwei alte Holzgebäude: Prestestugu war der Aufenthaltsort des Pfarrers, bevor Hol einen eigenen Pfarrer bekam, und Tingstugu diente der Gemeinde zum Ausruhen und Aufwärmen zwischen den Gottesdiensten, als die Menschen noch weit gereist sind, um die Kirche zu besuchen.
Die Kirche ist im Sommer für Besuche geöffnet.