Hjerkinn: Vom Schießplatz zum Nationalpark

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Hjerkinn: Vom Schießplatz zum Nationalpark

Hjerkinn liegt am höchsten Punkt der E6 über das Dovrefjell, 1.017 Meter über dem Meeresspiegel. Die Hjerkinn Mountain Lodge beherbergt Reisende seit dem 18. Jahrhundert und wird heute in der zwölften oder dreizehnten Generation von derselben Familie geführt: eines der ältesten Familienunternehmen Norwegens.

Aber die größere Geschichte ist das, was nebenan passiert ist. Über 80 Jahre lang nutzten die norwegischen Streitkräfte die 165 Quadratkilometer um Hjerkinn als ihren größten Schießplatz in Südnorwegen. Als das Militär schließlich abzog, beschloss die Regierung, etwas noch nie Dagewesenes zu tun: alles der Natur zurückzugeben. Das Sanierungsprojekt lief von 2008 bis 2021, kostete 60 Millionen Euro und umfasste die Beseitigung von fast 5.000 nicht explodierten Bomben und Granaten, 550 Tonnen Metallschrott, über 100 Gebäuden und 90 Kilometern Straßen. Das Gebiet ist heute Teil des Nationalparks Dovrefjell-Sunndalsfjella, und wo einst Panzer fuhren, grasen heute wilde Rentiere. Es ist das größte Natursanierungsprojekt in der Geschichte Norwegens.

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