Hjelmelandsvågen ist das Verwaltungszentrum der Gemeinde Hjelmeland und der Fährhafen für Überfahrten nach Nesvik auf der anderen Seite des Jøsenfjords. Der Ort liegt an der Mündung des Fjords und hat rund 800 Einwohner.
Das auffälligste Wahrzeichen ist der weltweit größte „Jærstol“, ein traditioneller norwegischer Holzstuhl, der etwa 4,5 Meter hoch ist und am Fluss in der Nähe des Rathauses steht. Er wurde 1998 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Stuhlproduktion in Hjelmeland errichtet. Dieser Stuhltyp ist ein Klassiker der norwegischen Möbelkunst, und Hjelmeland war einst das wichtigste Produktionszentrum des Landes. Heute gibt es nur noch einen Hersteller: Aksel Hansson AS.
Neben dem riesigen Stuhl befindet sich das „Spinneriet“, ein altes Industriegebäude mit einer bemerkenswerten Geschichte. Es wurde 1873–74 als Wollspinnerei erbaut, diente später als Konservenfabrik und dann als Stuhlfabrik. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete hier ein Schmied namens Georg Fjellberg. Er wurde von den Deutschen wegen Waffenverstecks verhaftet und hingerichtet. Nach dem Krieg beherbergte das Gebäude eine Holzschuhfabrik und ein Obstlager, bevor es in den 1990er Jahren für kulturelle Zwecke restauriert wurde.
Das Dorf verfügt außerdem über eine kleine Ansammlung weißer Holzhäuser und die Hjelmeland-Kirche aus dem Jahr 1858. Im Jahr 1769 wurden auf einem nahegelegenen Bauernhof sechs silberne Halsringe aus der Wikingerzeit gefunden und an den König in Kopenhagen geschickt.