Grimstad ist als Stadt der Dichter bekannt, und diese Verbindung geht über reine Marketingzwecke hinaus. Henrik Ibsen kam 1843 als fünfzehnjähriger Apothekenlehrling hierher und verließ die Stadt sechs Jahre später als Autor seines ersten Theaterstücks „Catilina“. Die Apotheke, in der er arbeitete, und das Zimmer, in dem er schrieb, sind im Ibsenmuseet, Norwegens ältestem Autorenmuseum, erhalten geblieben. Auch Knut Hamsun hat Verbindungen zu dieser Stadt.
Doch Grimstad wurde auf Schiffen aufgebaut, nicht auf Poesie. Im 19. Jahrhundert war diese kleine Stadt im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl eines der größten Schifffahrtszentren Norwegens. Werften säumten die Küste, und Aust-Agder war die wichtigste maritime Region des Landes. Der Reeder Morten Smith Petersen betrieb ab 1848 seine Werft in Hasseldalen, baute hochwertige Segelschiffe und war an der Gründung von Det Norske Veritas beteiligt, der Klassifikationsgesellschaft, die bis heute weltweit Schiffe zertifiziert. Das Stadtwappen zeigt ein Segelschiff unter vollen Segeln.
Als das Zeitalter der Segelschiffe zu Ende ging, erfand sich Grimstad neu. Im Jahr 1953 wurde hier das erste norwegische Kunststoffboot hergestellt, nachdem ein 1945 in der Nähe von Grimstad abgestürztes deutsches Transportflugzeug den örtlichen Ingenieuren faserverstärkte Werkstoffe nähergebracht hatte. Herbert Waarum, der das Wrack als Student untersucht hatte, gründete 1956 Herwa Plast und baute in den folgenden Jahren über 5.000 Boote in 34 verschiedenen Ausführungen. Die Region um Grimstad und Arendal wurde zum Zentrum der norwegischen Kunststoffbootindustrie: Nidelv, Windy und andere haben ihre Wurzeln an diesem Küstenabschnitt. Die Revolution, die dafür sorgte, dass in fast jedem norwegischen Hafen ein Glasfaserboot lag, begann genau hier.
Doch Grimstad wurde auf Schiffen aufgebaut, nicht auf Poesie. Im 19. Jahrhundert war diese kleine Stadt im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl eines der größten Schifffahrtszentren Norwegens. Werften säumten die Küste, und Aust-Agder war die wichtigste maritime Region des Landes. Der Reeder Morten Smith Petersen betrieb ab 1848 seine Werft in Hasseldalen, baute hochwertige Segelschiffe und war an der Gründung von Det Norske Veritas beteiligt, der Klassifikationsgesellschaft, die bis heute weltweit Schiffe zertifiziert. Das Stadtwappen zeigt ein Segelschiff unter vollen Segeln.
Als das Zeitalter der Segelschiffe zu Ende ging, erfand sich Grimstad neu. Im Jahr 1953 wurde hier das erste norwegische Kunststoffboot hergestellt, nachdem ein 1945 in der Nähe von Grimstad abgestürztes deutsches Transportflugzeug den örtlichen Ingenieuren faserverstärkte Werkstoffe nähergebracht hatte. Herbert Waarum, der das Wrack als Student untersucht hatte, gründete 1956 Herwa Plast und baute in den folgenden Jahren über 5.000 Boote in 34 verschiedenen Ausführungen. Die Region um Grimstad und Arendal wurde zum Zentrum der norwegischen Kunststoffbootindustrie: Nidelv, Windy und andere haben ihre Wurzeln an diesem Küstenabschnitt. Die Revolution, die dafür sorgte, dass in fast jedem norwegischen Hafen ein Glasfaserboot lag, begann genau hier.