Erling-Skjalgsson-Denkmal
📜 Geschichte Jæren Ländlich

Erling-Skjalgsson-Denkmal

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In der Nähe der Ruinen der mittelalterlichen Kirche von Sola steht ein Denkmal für Erling Skjalgsson, den mächtigsten Stammesführer Westnorwegens in der späten Wikingerzeit. Erling wurde um 975 geboren und herrschte von seinem Sitz in Sola aus über die Küste von Rogaland bis Sogn. Seine Macht wurde gefestigt, als König Olav Tryggvason ihn um 996 mit seiner Schwägerin Astrid vermählte, doch Erling weigerte sich, den Titel eines Jarls anzunehmen, und erklärte, er werde ein „Herse“ bleiben – den Rang, den bereits seine Vorfahren innegehabt hatten, was ihn praktisch zu einem unabhängigen Herrscher machte, der keinem König Rechenschaft schuldig war.

Über dreißig Jahre lang bewahrte Erling seine Autonomie, während aufeinanderfolgende norwegische Könige versuchten, die regionale Machtstruktur aufzubrechen. Er war ein früher Christ und errichtete eine der ersten Kirchen auf Jæren. Sein Konflikt mit König Olav Haraldsson, dem späteren Heiligen Olav, gipfelte am 21. Dezember 1028 in einer Seeschlacht im Boknafjord. Erlings kleinere Flotte wurde überwältigt. Laut Snorri Sturlusons „Heimskringla“ kämpfte Erling, bis seine Männer um ihn herum fielen, und ergab sich dann. Olav bot ihm Gnade an, doch Åsbjorn Selsbane, einer von Olavs Männern, schlug Erling mit einer Axt auf den Kopf. Olav soll gesagt haben: „Du hast mir Norwegen aus den Händen geschlagen.“

Das Denkmal in der Nähe der Ruine der Sola-Kirche markiert sein Heimatgebiet. Entlang der alten Straße zwischen der Sola-Kirche und der Küste markiert eine Reihe großer Steine, die „Kvilesteinane“(Raststeine) genannt werden, traditionell die Route, auf der Erlings Trauerzug seinen Leichnam trug.

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