Die Eisenhütte Eidsfoss wurde 1697 von Generalleutnant Caspar Herman Hausmann gegründet, einem Mann deutscher und holsteinischer Herkunft und Halbbruder des Gouverneurs von Norwegen. Er erhielt weitreichende feudale Privilegien: das Recht, Wälder zu nutzen, Wasserfälle auszubeuten und Bauern von rund 300 Höfen im Umkreis von 40 Kilometern zur Herstellung und Lieferung von Holzkohle zu verpflichten. Der Eigentümer der Eisenhütte konnte Arbeiter bei geringfügigen Vergehen sogar zu Geldstrafen oder Haftstrafen verurteilen. Die erste Eisenplatte mit dem Werkwappen wurde 1698 gegossen; darauf waren die neun Gebäude des Werks sowie König Christian V. zu Pferd abgebildet. Nach Hausmanns Tod im Jahr 1718 leitete seine Witwe Karen Toller das Unternehmen fast 25 Jahre lang und erwies sich als beeindruckende Geschäftsfrau.
Die Blütezeit begann unter Peder von Cappelen, der das Werk 1795 erwarb. Ein 1822 errichteter neuer Hochofen galt fast 40 Jahre lang als der beste in Norwegen. Der sechs Meter hohe Hochofen wurde von einem 17 Meter hohen Wasserfall angetrieben, der Wasserräder antrieb, welche wiederum die Blasebälge versorgten. Eisenerz musste aus den Minen von Arendal an der Südküste verschifft und anschließend mit Pferd und Wagen über Land transportiert werden. Als die Preise für Stabstahl in den 1870er Jahren einbrachen, meldete der letzte Eigentümer 1879 Insolvenz an, und der Hochofen wurde endgültig stillgelegt.
In den 1970er Jahren wollte das Unternehmen die alten Arbeiterhäuser in der Bråtagata(Garden Street) abreißen, und die Gemeinde gab ihre Zustimmung. Eine kleine Gruppe lokaler Aktivisten, unterstützt von Künstlern und der nationalen Denkmalschutzbehörde Riksantikvaren, wehrte sich dagegen. Nach massivem Druck durch die Medien wurde die Verwaltung der Gebäude an eine Stiftung übertragen, und Freiwillige restaurierten sie im Rahmen gemeinschaftlicher „Dugnad“-Aktionen. Künstler und Kunsthandwerker zogen in die restaurierten Gebäude ein und schufen so ein lebendiges Kulturviertel. Das Hauptgebäude des Gutshofs, das vermutlich in den 1740er Jahren erbaut wurde und seit 1923 unter Denkmalschutz steht, wurde 1990 in eine Stiftung umgewandelt. Heute vereint das Gelände Ausstellungen zum Kulturerbe, Künstlerateliers, Galerien und eine noch in Betrieb befindliche Edelstahlfabrik – drei Jahrhunderte Industriegeschichte auf ein und demselben Gelände.
Die Blütezeit begann unter Peder von Cappelen, der das Werk 1795 erwarb. Ein 1822 errichteter neuer Hochofen galt fast 40 Jahre lang als der beste in Norwegen. Der sechs Meter hohe Hochofen wurde von einem 17 Meter hohen Wasserfall angetrieben, der Wasserräder antrieb, welche wiederum die Blasebälge versorgten. Eisenerz musste aus den Minen von Arendal an der Südküste verschifft und anschließend mit Pferd und Wagen über Land transportiert werden. Als die Preise für Stabstahl in den 1870er Jahren einbrachen, meldete der letzte Eigentümer 1879 Insolvenz an, und der Hochofen wurde endgültig stillgelegt.
In den 1970er Jahren wollte das Unternehmen die alten Arbeiterhäuser in der Bråtagata(Garden Street) abreißen, und die Gemeinde gab ihre Zustimmung. Eine kleine Gruppe lokaler Aktivisten, unterstützt von Künstlern und der nationalen Denkmalschutzbehörde Riksantikvaren, wehrte sich dagegen. Nach massivem Druck durch die Medien wurde die Verwaltung der Gebäude an eine Stiftung übertragen, und Freiwillige restaurierten sie im Rahmen gemeinschaftlicher „Dugnad“-Aktionen. Künstler und Kunsthandwerker zogen in die restaurierten Gebäude ein und schufen so ein lebendiges Kulturviertel. Das Hauptgebäude des Gutshofs, das vermutlich in den 1740er Jahren erbaut wurde und seit 1923 unter Denkmalschutz steht, wurde 1990 in eine Stiftung umgewandelt. Heute vereint das Gelände Ausstellungen zum Kulturerbe, Künstlerateliers, Galerien und eine noch in Betrieb befindliche Edelstahlfabrik – drei Jahrhunderte Industriegeschichte auf ein und demselben Gelände.