Während der deutschen Besatzung wurden in rund 50 Lagern in Nordland etwa 30.000 Kriegsgefangene festgehalten. Ab 1942 wurden sie gezwungen, die Straße und die Eisenbahnstrecke durch unwegsames Gelände nach Norden auszubauen. Der Abschnitt zwischen Rognan und Saksenvik entlang der Ostseite des Saltdalsfjords wurde als „Blodveien“, die Blutstraße, bekannt – ein Name, den die Gefangenen ihr selbst gaben.
Das Lager Botn bei Rognan gehörte zu den frühesten und brutalsten. Im Sommer 1942 trafen rund 2.500 jugoslawische Kriegsgefangene dort ein; bis zum folgenden Sommer waren noch etwa 750 am Leben. Die SS führte die Lager zunächst mit äußerster Grausamkeit, bevor die Wehrmacht die Leitung übernahm. Die Männer starben durch Hinrichtungen, Erhängungen, Hunger, Erschöpfung, Kälte und Krankheiten. Bei der Befreiung im Mai 1945 befanden sich noch fast 10.000 Kriegsgefangene im Gebiet von Saltdal.
Der jugoslawische Soldatenfriedhof in Botn umfasst 1.657 Gräber und ist damit die größte Ansammlung jugoslawischer Kriegsopfer in Norwegen. Er liegt am Hang östlich des Tals, in der Nähe des ehemaligen Lagerstandorts. Daneben liegt ein deutscher Friedhof mit rund 4.730 Gräbern. An der alten „Blutstraße“ selbst ist ein rotes Kreuz auf einen Felsen gemalt, an der Stelle, an der einst ein Gefangener den Ort mit dem Blut eines dort erschossenen Mitgefangenen markierte.
Das „Blodveimuseet“ in Rognan dokumentiert diese Geschichte anhand von Fotografien, Artefakten und persönlichen Zeitzeugenberichten. Es ist im Museumskomplex von Saltdal untergebracht, etwa zwei Kilometer nördlich des Zentrums von Rognan.
Eine damit verbundene Tragödie: Am 27. November 1944 beförderte das Frachtschiff MS Rigel 2.248 sowjetische, polnische und serbische Gefangene aus demselben Lagersystem entlang der Küste in Richtung Süden. Britische Flugzeuge griffen das Schiff an, da sie es fälschlicherweise für ein Truppentransportschiff hielten. 2.572 Menschen kamen ums Leben – damit war dies die größte Schiffskatastrophe in norwegischen Gewässern. Die 267 Überlebenden konnten gerettet werden, als der Kapitän das Schiff auf Rosøya auf Grund setzte. Die Opfer sind auf dem internationalen Kriegsfriedhof Tjøtta weiter südlich an der Helgeland-Küste begraben.
Das Lager Botn bei Rognan gehörte zu den frühesten und brutalsten. Im Sommer 1942 trafen rund 2.500 jugoslawische Kriegsgefangene dort ein; bis zum folgenden Sommer waren noch etwa 750 am Leben. Die SS führte die Lager zunächst mit äußerster Grausamkeit, bevor die Wehrmacht die Leitung übernahm. Die Männer starben durch Hinrichtungen, Erhängungen, Hunger, Erschöpfung, Kälte und Krankheiten. Bei der Befreiung im Mai 1945 befanden sich noch fast 10.000 Kriegsgefangene im Gebiet von Saltdal.
Der jugoslawische Soldatenfriedhof in Botn umfasst 1.657 Gräber und ist damit die größte Ansammlung jugoslawischer Kriegsopfer in Norwegen. Er liegt am Hang östlich des Tals, in der Nähe des ehemaligen Lagerstandorts. Daneben liegt ein deutscher Friedhof mit rund 4.730 Gräbern. An der alten „Blutstraße“ selbst ist ein rotes Kreuz auf einen Felsen gemalt, an der Stelle, an der einst ein Gefangener den Ort mit dem Blut eines dort erschossenen Mitgefangenen markierte.
Das „Blodveimuseet“ in Rognan dokumentiert diese Geschichte anhand von Fotografien, Artefakten und persönlichen Zeitzeugenberichten. Es ist im Museumskomplex von Saltdal untergebracht, etwa zwei Kilometer nördlich des Zentrums von Rognan.
Eine damit verbundene Tragödie: Am 27. November 1944 beförderte das Frachtschiff MS Rigel 2.248 sowjetische, polnische und serbische Gefangene aus demselben Lagersystem entlang der Küste in Richtung Süden. Britische Flugzeuge griffen das Schiff an, da sie es fälschlicherweise für ein Truppentransportschiff hielten. 2.572 Menschen kamen ums Leben – damit war dies die größte Schiffskatastrophe in norwegischen Gewässern. Die 267 Überlebenden konnten gerettet werden, als der Kapitän das Schiff auf Rosøya auf Grund setzte. Die Opfer sind auf dem internationalen Kriegsfriedhof Tjøtta weiter südlich an der Helgeland-Küste begraben.