Vistnestunet
🏛️ Museum Jæren Küste

Vistnestunet

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Vistnestunet ist die am besten erhaltene Bauernhofanlage aus dem späten 19. Jahrhundert in Randaberg. Zum Gehöft gehören ein traditionelles „Jærhus“, der für Jæren typische Haustyp, eine 1847 erbaute Scheune in Pfahlbauweise, eine Granit-Räucherkammer aus den frühen 1900er Jahren sowie eine Windmühle im Jæren-Stil. Das Hauptwohnhaus wurde um 1875 vom Zimmermann Tjerand Olsen Bø erbaut. Der Hof wurde 1975 vom letzten privaten Eigentümer, Artur Vistnes, dem örtlichen Heimatmuseum gestiftet und wird heute vom Jærmuseet verwaltet. Auf dem Gelände leben noch immer norwegische Spælsau -Schafe, Hühner und Kaninchen.

Nur einen kurzen Spaziergang vom Gehöft entfernt liegt Vistehola, auch Svarthola genannt, eine der bedeutendsten Fundstätten aus der Steinzeit in Norwegen. Die Höhle, die etwa neun Meter tief und fünf Meter breit ist, wurde erstmals um 6000 v. Chr. besiedelt und bis in die Völkerwanderungszeit um 500 n. Chr. genutzt. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1907 und 1910 durch Anton Wilhelm Brøgger wurden Überreste von 36 Vogelarten, darunter der heute ausgestorbene Riesenalk, 23 Säugetierarten und 16 Meeresarten freigelegt. Der berühmteste Fund ist der „Vistegutten“, der Junge von Viste: das am besten erhaltene Skelett eines Menschen aus der Steinzeit, das in Norwegen gefunden wurde und dessen Alter mittels Radiokarbonmethode auf etwa 6200 v. Chr. datiert wurde. Der Junge war etwa 14 bis 15 Jahre alt und nur 125 Zentimeter groß, wobei Anzeichen einer vorzeitigen Verschmelzung der Schädelnähte zu erkennen waren. Trotz seiner kleinen Statur zeugen seine Knochen von einer kräftigen Muskulatur. Das Skelett ist im Archäologischen Museum in Stavanger ausgestellt; im Jahr 2023 wurde vom schwedischen Bildhauer Oscar Nilsson eine Gesichtsrekonstruktion angefertigt.

Die Landzunge von Vistneset zwischen dem Bauernhof und dem Meer bietet Wanderwege, eine Tagesausflugs-Hütte mit Panoramablick, gut erhaltene Bootshäuser und Befestigungsanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg. Vor der Randaberg-Kirche wurde 1989 eine Statue des „Randabergmannen“, eines Mannes aus der Steinzeit, errichtet, um an die Siedlung zu erinnern.

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