In der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober 1899 fegte ein plötzlicher Orkan über die Norwegische See, während sich Hunderte von Fischern aus Mittelnorwegen in Titran zur Herbstheringssaison versammelt hatten. Bis zum Morgengrauen waren 141 Männer ums Leben gekommen und 25 Boote spurlos verschwunden. Es war eine der schlimmsten Schiffskatastrophen in der norwegischen Geschichte und hatte verheerende Auswirkungen auf die kleinen Gemeinden entlang dieser Küste. Siebenundzwanzig Frauen wurden über Nacht zu Witwen, und 80 Kinder verloren ihre Väter. Nur drei der ums Leben gekommenen Fischer waren versichert, und die Ersparnisse der Fischer gingen mit den Booten unter, da es Tradition war, das Geld auf See bei sich zu tragen.
Fünfzig Jahre später, im Jahr 1949, wurde neben der Titran-Kapelle ein Gedenkstein enthüllt. Er zeigt eine Frau und ihre Kinder, die auf das Meer blicken, und steht stellvertretend für alle Familien, die in jener Nacht Ehemänner und Väter verloren hatten. Die Namen der 140 vermissten Männer sind am Sockel eingraviert. Überlebende, die Kameraden in dem Sturm verloren hatten, versammelten sich in Titran zur Gedenkfeier.
Nur 1,5 Kilometer vor der Küste steht der Sletringen-Leuchtturm, mit 45 Metern der höchste Leuchtturm Skandinaviens. Es ist ein bitterer Zufall, dass das erste Licht auf diesem Felsen 1899 entzündet wurde – genau im selben Jahr wie die Katastrophe. Lokale Behörden, Lotsen und Fischer hatten sich gerade wegen der Gefährlichkeit dieser Gewässer vehement für den Leuchtturm eingesetzt. Der heutige Turm aus Gusseisen stammt aus dem Jahr 1923 und ist mit einer Fresnel-Linse erster Ordnung ausgestattet. Der rote Turm mit seinen weißen Streifen ragt 46 Meter über den Meeresspiegel empor; sein Lichtstrahl reicht 18,5 Seemeilen weit über einige der exponiertesten Gewässer der norwegischen Küste.
Titran hat auch eine moderne Facette: Norwegens allererste Windkraftanlagen wurden hier 1986 errichtet, was diesen exponierten Außenposten am Atlantik sowohl zu einem Pionier der Windenergie als auch zu einem Denkmal für die unerbittliche Kraft des Meeres macht.
Fünfzig Jahre später, im Jahr 1949, wurde neben der Titran-Kapelle ein Gedenkstein enthüllt. Er zeigt eine Frau und ihre Kinder, die auf das Meer blicken, und steht stellvertretend für alle Familien, die in jener Nacht Ehemänner und Väter verloren hatten. Die Namen der 140 vermissten Männer sind am Sockel eingraviert. Überlebende, die Kameraden in dem Sturm verloren hatten, versammelten sich in Titran zur Gedenkfeier.
Nur 1,5 Kilometer vor der Küste steht der Sletringen-Leuchtturm, mit 45 Metern der höchste Leuchtturm Skandinaviens. Es ist ein bitterer Zufall, dass das erste Licht auf diesem Felsen 1899 entzündet wurde – genau im selben Jahr wie die Katastrophe. Lokale Behörden, Lotsen und Fischer hatten sich gerade wegen der Gefährlichkeit dieser Gewässer vehement für den Leuchtturm eingesetzt. Der heutige Turm aus Gusseisen stammt aus dem Jahr 1923 und ist mit einer Fresnel-Linse erster Ordnung ausgestattet. Der rote Turm mit seinen weißen Streifen ragt 46 Meter über den Meeresspiegel empor; sein Lichtstrahl reicht 18,5 Seemeilen weit über einige der exponiertesten Gewässer der norwegischen Küste.
Titran hat auch eine moderne Facette: Norwegens allererste Windkraftanlagen wurden hier 1986 errichtet, was diesen exponierten Außenposten am Atlantik sowohl zu einem Pionier der Windenergie als auch zu einem Denkmal für die unerbittliche Kraft des Meeres macht.