Sørøya
📜 Geschichte Vest-Finnmark Insel

Sørøya

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Sørøya ist Norwegens viertgrößte Insel und die größte in Finnmark. Sie erstreckt sich über 811 Quadratkilometer und bietet eine Landschaft aus schroffen Bergen, tiefen Fjorden und vereinzelten Fischerdörfern. Die Insel liegt westlich von Hammerfest und gehört zu den Gemeinden Hasvik und Hammerfest. Die Insel ist über den Sørøysund-Tunnel mit dem Festland verbunden und mit der Autofähre von Hammerfest nach Hasvik zu erreichen.

Die prägende Geschichte der Insel spielt sich im Winter 1944–1945 ab. Als die deutsche Armee die Zwangsevakuierung und Zerstörung der gesamten Region Finnmark anordnete, weigerten sich rund 525 Zivilisten auf Sørøya, die Insel zu verlassen. Drei Monate lang versteckten sie sich in Höhlen und Bergunterständen im Schnee und entzogen sich deutschen Patrouillen, während eine Guerillagruppe auf der Insel operierte, um sie zu schützen. Am 15. Februar 1945 trafen vier Zerstörer der britischen Royal Navy im Rahmen einer Rettungsmission mit dem Codenamen „Operation Open Door“ ein. Die 525 Norweger wurden an Bord gebracht und über Murmansk nach Schottland evakuiert – eine der dramatischsten zivilen Rettungsaktionen des Krieges in der Arktis.

Hasvik, die Hauptsiedlung, wurde während des Rückzugs nach dem Prinzip der „verbrannten Erde“ fast vollständig niedergebrannt. Was heute dort steht, wurde nach der Befreiung aus dem Nichts wieder aufgebaut. Die Insel ist nach wie vor abgelegen und dünn besiedelt, ein Ort mit arktischen Fischerdörfern und weiten, menschenleeren Küstenstreifen. Für Besucher, die bereit sind, die Überfahrt auf sich zu nehmen, bietet Sørøya einige der abgelegensten und unberührtesten Landschaften Nordnorwegens mit hervorragenden Möglichkeiten zum Meeresangeln und Wandern in einem Gelände, das nur sehr wenige Touristen jemals erreichen.

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