Anwesen Skaugum
📍 Wahrzeichen Asker Municipality Vorstädtisch

Anwesen Skaugum

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Skaugum, das Anwesen auf einem Hügel oberhalb von Asker, wurde 1909 vom Diplomaten Fritz Wedel Jarlsberg erworben. Auf dem Gelände stand bereits eine vom Architekten Herman Backer entworfene Villa im Schweizer Chalet-Stil, die 1891 fertiggestellt worden war. Als Kronprinz Olav 1929 die schwedische Kronprinzessin Märtha heiratete, verkaufte Wedel Jarlsberg das Anwesen an das junge Paar. Nur ein Jahr später brannte die Villa bis auf die Grundmauern nieder. Der Architekt Arnstein Arneberg, der später das Osloer Rathaus entwarf, errichtete auf den alten Fundamenten eine neue Residenz.

Dann kam die Besatzungszeit. Im Juni 1940 beschlagnahmte Reichskommissar Josef Terboven das Anwesen als seine Dienstresidenz. Fünf Jahre lang diente das Zuhause des norwegischen Kronprinzen als Kommandozentrale für die deutsche Zivilverwaltung in Norwegen. Am 8. Mai 1945, dem Tag der deutschen Kapitulation, tötete sich Terboven im Bunker des Anwesens, indem er fünfzig Kilogramm Dynamit zur Explosion brachte.

Nach dem Krieg ging das Anwesen wieder in den Besitz der Königsfamilie über. 1968 schenkte König Olav V. es seinem Sohn Kronprinz Harald und Kronprinzessin Sonja als Hochzeitsgeschenk. Als Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit 2001 heirateten, erhielten sie es ihrerseits. Drei Generationen von Königshausangehörigen, denen das Anwesen jeweils bei ihrer Hochzeit übergeben wurde.

Im Gegensatz zum Königspalast in Oslo befindet sich Skaugum im Privatbesitz der Königsfamilie und nicht im Besitz des norwegischen Staates. Die Königliche Garde patrouilliert auf dem Gelände, und es besteht kein öffentlicher Zutritt. Man kann vielleicht einen flüchtigen Blick auf die Gebäude durch die Bäume erhaschen, aber näher kommt man nicht heran.

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