Zwischen September und März fällt in Rjukan kein direktes Sonnenlicht ein. Die Berge zu beiden Seiten des Tals sind zu hoch und liegen zu nah beieinander. Für die Fabrikarbeiter, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts hier lebten, bedeutete der Winter monatelangen Schatten.
Die Idee, Sonnenlicht mithilfe von Spiegeln ins Tal zu reflektieren, wurde erstmals 1913 vorgeschlagen – im selben Jahr, in dem die Stadt erbaut wurde. Sam Eyde, der Gründer von Norsk Hydro, hielt dies für unpraktisch und ließ stattdessen die Seilbahn „Krossobanen“ bauen, damit die Arbeiter zumindest in den Sonnenschein gelangen konnten.
Hundert Jahre später, im Jahr 2013, wurden die Spiegel endlich Realität. Drei computergesteuerte Heliostaten wurden an der Bergwand in 742 Metern Höhe installiert, etwa 450 Meter über dem Stadtplatz. Zusammen bedecken sie 51 Quadratmeter und passen ihren Winkel alle zehn Sekunden an, um der Sonne zu folgen. Der reflektierte Strahl erzeugt einen Sonnenlichtfleck auf dem darunter liegenden Stadtplatz, der etwa 600 Quadratmeter umfasst. Ein Halbkreis aus Holzbänken markiert den beleuchteten Bereich.
Am besten funktioniert das im Winter, und genau darum geht es ja. Im Sommer arbeiten die Spiegel zwar noch mit reduzierter Leistung, aber dann erhält die Stadt ohnehin direktes Sonnenlicht. Der Effekt in den dunklen Monaten ist surreal: ein Fleckchen Wärme und Licht in einem Tal, das eigentlich weder das eine noch das andere haben sollte.
Die Idee, Sonnenlicht mithilfe von Spiegeln ins Tal zu reflektieren, wurde erstmals 1913 vorgeschlagen – im selben Jahr, in dem die Stadt erbaut wurde. Sam Eyde, der Gründer von Norsk Hydro, hielt dies für unpraktisch und ließ stattdessen die Seilbahn „Krossobanen“ bauen, damit die Arbeiter zumindest in den Sonnenschein gelangen konnten.
Hundert Jahre später, im Jahr 2013, wurden die Spiegel endlich Realität. Drei computergesteuerte Heliostaten wurden an der Bergwand in 742 Metern Höhe installiert, etwa 450 Meter über dem Stadtplatz. Zusammen bedecken sie 51 Quadratmeter und passen ihren Winkel alle zehn Sekunden an, um der Sonne zu folgen. Der reflektierte Strahl erzeugt einen Sonnenlichtfleck auf dem darunter liegenden Stadtplatz, der etwa 600 Quadratmeter umfasst. Ein Halbkreis aus Holzbänken markiert den beleuchteten Bereich.
Am besten funktioniert das im Winter, und genau darum geht es ja. Im Sommer arbeiten die Spiegel zwar noch mit reduzierter Leistung, aber dann erhält die Stadt ohnehin direktes Sonnenlicht. Der Effekt in den dunklen Monaten ist surreal: ein Fleckchen Wärme und Licht in einem Tal, das eigentlich weder das eine noch das andere haben sollte.