Ørje -Schleusen- und Kanalmuseum
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Ørje -Schleusen- und Kanalmuseum

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Die drei Schleusenkammern bei Ørje heben Boote zwischen dem Øymarksjøen und dem Rødenesjøen um 10 Meter an und funktionieren noch immer genauso wie damals, als der Kanalbauer Engebret Soot sie 1860 fertigstellte. Die Schleusentore werden von Hand auf- und zugedreht, das Wasser fließt durch die Schwerkraft ein und ab, und es dauert etwa 30 Minuten, bis ein Boot alle drei Kammern durchlaufen hat. Ein Gedenkstein an der obersten Schleuse ehrt Soot, einen autodidaktischen Ingenieur, der auch den ältesten Teil des Telemark-Kanals geplant hat.

Direkt neben den Schleusen wurde die alte Zellstofffabrik „Ørje Brug“ zum Halden-Kanal-Museum umgebaut. Das Unternehmen erwarb die Fabrik 1913, vor allem wegen ihrer Wasserkraftrechte, und verarbeitete dort Holz bis zu ihrer Schließung. Das Museum zeichnet nun den gesamten Weg eines Baumstamms nach: vom Wald über Flüsse und Seen, durch die Kanalschleusen bis hin zum Sägewerk und zur Zellstofffabrik. Ørje selbst entstand in den 1880er Jahren rund um diese Industrie.

Die Schleusen sind etwa von Mitte Mai bis Mitte September in Betrieb. Im Sommer bietet das Dampfschiff „DS Hans“ kurze Kanalrundfahrten durch die Ørje-Schleusen an. Auch außerhalb der Saison lohnen sich ein Spaziergang auf dem Treidelpfad und durch die Umgebung.

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