Onarheim – Njords Reich
📜 Geschichte Sunnhordaland Insel

Onarheim – Njords Reich

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Die Insel Tysnes ist nach zwei nordischen Göttern benannt, und Onarheim ist der Grund dafür.

Bis etwa 1530 hieß die Insel „Njardarløg“, was so viel wie „Njords Reich“ bedeutet – benannt nach dem nordischen Gott des Meeres, des Fischfangs und des Reichtums. Als durch die Reformation heidnische Namen inakzeptabel wurden, wurde die Insel nach einer anderen Landzunge umbenannt: Tysnes, was „Tyrs Landzunge“ bedeutet. Man tauschte einen heidnischen Gott gegen einen anderen aus, ohne dies offenbar zu bemerken.

Onarheim war jahrhundertelang das Machtzentrum dieser Insel. In prähistorischer Zeit war es der Sitz eines Häuptlings und diente wahrscheinlich als früher Versammlungsort für das Gulatinget, das Gericht Westnorwegens, bevor dieses um 950 nach Gulen verlegt wurde. Die umliegende Landschaft ist reich an heiligen Ortsnamen: Ve (heiliger Ort), Helgastein (heiliger Felsen), Godøy (Gottesinsel) und Vevatnet (heiliger See), was auf eine bedeutende vorchristliche Kultstätte hindeutet.

Ende des 12. Jahrhunderts wurde hier eine Steinkirche errichtet, wahrscheinlich direkt auf der alten heidnischen Versammlungsstätte. Die heutige Onarheim-Kirche stammt aus dem Jahr 1893. Im Mittelalter versammelte die Zunft „Onarheimsgildet“ jedes Jahr am Olsok (29. Juli) Menschen aus ganz Westnorwegen zu Feierlichkeiten.

Das Dorf ist heute klein und ruhig und liegt am südöstlichen Ufer von Tysnesøya mit Blick auf den Hardangerfjord. Die Schichten der Geschichte sind hier unsichtbar, es sei denn, man weiß, wonach man suchen muss.

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