Narvik
🏘️ Ortschaft Ofoten Städtisch

Narvik

Auf der Karte öffnen
2 h
Narvik verdankt seine Existenz dem Eisenerz. Im Jahr 1902 wurde die Ofotbahn eröffnet, die die schwedischen Bergwerke in Kiruna mit diesem eisfreien Hafen verband. Das Erz musste im Winter irgendwohin transportiert werden, da die Ostsee zufriert. Dieser Ort wurde Narvik. Auch heute noch ist Narvik Norwegens zweitgrößter Exporthafen; im Jahr 2022 wurden dort 22,5 Millionen Tonnen Eisenerz verschifft.

Das Eisenerz machte Narvik zudem zu einem Hauptziel im Zweiten Weltkrieg. Am 9. April 1940 griffen deutsche Truppen die norwegischen Kriegsschiffe „Eidsvold“ und „Norge“ an und versenkten sie, wobei 282 Seeleute ums Leben kamen. Es folgten 62 Tage voller Kämpfe, an denen norwegische, britische, französische und polnische Streitkräfte beteiligt waren. Am 28. Mai eroberten alliierte Truppen die Stadt zurück – es war das erste Mal, dass die Alliierten eine Stadt von den Deutschen zurückeroberten. Doch der Erfolg war nur von kurzer Dauer; der Rückzug der Alliierten aus Norwegen führte dazu, dass deutsche Truppen am 8. Juni wieder einmarschierten. Fast die gesamte Bevölkerung von 10.000 Einwohnern war evakuiert worden, und 165 Gebäude wurden zerstört.

Das Kriegsmuseum „Narviksenteret“ im Stadtzentrum vermittelt diese Geschichte anschaulich und ist einen Besuch wert. Die Ofotbanen selbst ist eine beliebte Touristenbahn, die täglich zur schwedischen Grenze und zurück fährt.

Hol dir die kostenlose Xplore-Norway-App

Lass dir jeden Ort beim Fahren automatisch vorlesen, mit Offline-Karten für ganz Norwegen.

  • Automatischer GPS-Audioguide
  • Offline-Karten für ganz Norwegen
  • Kostenlos

1580 Orte in ganz Norwegen