Felszeichnungen von Husabø
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Felszeichnungen von Husabø

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Auf einem niedrigen Felsvorsprung an der Prestegardsveien in Egersund sind drei Schiffsgravuren aus der Bronzezeit in die Steinoberfläche eingemeißelt, die auf den Zeitraum von etwa 1800 bis 500 v. Chr. datiert werden. Die Schiffe entsprechen dem klassischen skandinavischen Typ der Bronzezeit: lange, geschwungene Rümpfe mit senkrecht stehenden Ruderern entlang der Reling. Was die Husabø-Figuren auszeichnet, ist die Darstellung der Besatzungsmitglieder als Y-förmige Gestalten mit über den Kopf erhobenen Armen.

Diese Haltung mit erhobenen Armen taucht an Felsgravurstätten in ganz Skandinavien auf und wird gemeinhin als rituelle Geste im Zusammenhang mit der Sonnenanbetung interpretiert. In der Kosmologie der Bronzezeit glaubte man, dass das Schiff die Sonne über den Himmel und durch die Unterwelt trug, und die Figuren der Besatzung könnten Teilnehmer an Zeremonien darstellen, die diesen Zyklus ehrten. Die Y-Form könnte Menschen darstellen, die ihre Arme in Anbetung, im Gebet oder im Tanz erheben. Ähnliche Figuren finden sich an bedeutenden Felsbildstätten in Bohuslän in Schweden und in Tanum, einer UNESCO-Welterbestätte.

Die Felszeichnungen befinden sich in einem Wohngebiet und sind leicht zu übersehen. Sie liegen auf freiliegendem Felsgestein entlang der Straße und sind durch einen niedrigen Zaun geschützt. Ein kleines Informationsschild erklärt die Figuren. Die Felsoberfläche wurde mit rotem Pigment bemalt, um die Felszeichnungen besser sichtbar zu machen – gemäß der in Norwegen üblichen archäologischen Praxis für ausgestellte Felskunst. Die Stätte ist nur einen kurzen Fußweg vom Stadtzentrum von Egersund entfernt.

Fragen & Antworten

Why are the rock carvings so hard to see? ▾

For decades, Norwegian rock carvings were painted red to make them easier to spot. The Directorate for Cultural Heritage has since moved away from this practice and is gradually removing the paint at sites across the country. The paint can damage the stone, hide fine details, and give a misleading impression of how the carvings originally looked. Without paint, the figures blend into the grey rock and require patience and good light conditions. Visit in early morning or late afternoon when low-angle sunlight catches the carved lines. Pouring a little water over the rock surface can also help the carvings stand out briefly.

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