Gratangen – Schlacht von 1940
📜 Geschichte Troms Fjord

Gratangen – Schlacht von 1940

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Gratangen war Schauplatz einiger der heftigsten Kämpfe während der Schlacht um Narvik im April 1940. Nach dem deutschen Einmarsch am 9. April starteten die norwegischen Streitkräfte hier am 24. April ihren ersten Gegenangriff. Ein Bataillon marschierte durch einen Schneesturm über Fjordbotteneidet, um den deutschen Rückzug entlang der Küstenstraße abzuschneiden. Die Soldaten waren erschöpft und suchten in den Dorfhäusern Schutz, um sich auszuruhen.

Am nächsten Morgen starteten die deutschen Truppen einen Gegenangriff. In einer Episode, die bis heute zu den umstrittensten des Norwegenfeldzugs zählt, setzten die Deutschen während des Angriffs gefangene norwegische Soldaten und Zivilisten als menschliche Schutzschilde ein. Die Norweger hatten 34 Tote, 64 Verwundete und 180 Gefangene zu beklagen. Die deutschen Verluste beliefen sich auf lediglich sechs Tote.

Im innersten Teil von Gratangsbotn bewahrt das Nordnorsk Båtmuseum eine Sammlung traditioneller „Nordlandsbåter“ auf, jener klinkergebauten Boote, die von der Wikingerzeit bis zur Motorisierung Ende des 19. Jahrhunderts in Nordnorwegen für den Kabeljaufang eingesetzt wurden. Zwischen 85 und 90 Prozent des gesamten in Norwegen gefangenen Kabeljaus wurden einst mit Booten wie diesen an Land gezogen.

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