Giske ist eine kleine, flache Insel etwa 10 Kilometer nordwestlich von Ålesund. Heute ist sie durch Brücken und Tunnel mit dem Festland verbunden, doch während des größten Teils ihrer Geschichte war sie ein isolierter und überraschend mächtiger Ort. Während der Wikingerzeit und des Mittelalters waren die Inseln rund um Giske ein Machtzentrum. Hier hatten Grafen, lokale Könige und Häuptlinge ihren Sitz, darunter auch die Familie Arnunge, eine der reichsten Adelsfamilien in ganz Norwegen.
Der lokalen Überlieferung zufolge wurde Gange-Rolv, besser bekannt als Rollo, um das Jahr 860 auf der Insel oder auf der benachbarten Insel Vigra geboren. Er war der Sohn von Ragnvald Mørejarl, dem Grafen von Møre. Nachdem er von König Harald Hårfagre verbannt worden war, segelte Rollo nach Frankreich, eroberte das Gebiet an der Mündung der Seine und wurde 911 der erste Herzog der Normandie. Sein Nachkomme Wilhelm eroberte 1066 England. Wenn die Sage also stimmt, lässt sich ein Teil der Abstammung der britischen Königsfamilie auf diese winzige Insel zurückführen. Ob Rollo tatsächlich Norweger oder Däne war, wird unter Historikern noch immer diskutiert, doch die Einheimischen hier haben keinen Zweifel daran.
Die wichtigste Sehenswürdigkeit auf Giske ist die Kirche. Die Kirche von Giske stammt aus der Zeit um 1135 und wurde als private Kapelle für die Familie Arnunge erbaut. Das Besondere an ihr ist das Baumaterial: Sie besteht vollständig aus weißem Marmor und ist die einzige Marmorkirche in Norwegen, die noch genutzt wird. Der Marmor wurde per Schiff hierher gebracht, doch niemand weiß genau, woher er stammt. Heute sind die Wände mit Kalk überzogen, sodass der Marmor außen nur noch an wenigen Stellen sichtbar ist. Im Inneren befindet sich ein Stammbaum, der die lokale Abstammung bis zu Rollo zurückverfolgt. Die Innenausstattung wurde 1756 von einem örtlichen Holzschnitzer namens Jakob Sørensøn Giskegaard restauriert.
Auf der Insel gibt es zudem Spuren einer Besiedlung, die noch viel weiter zurückreichen. Die Grabstätte Mjelthaugen stammt aus der Bronzezeit; dort wurden reich verzierte Grabsteine gefunden. Giske hat heute nur etwa 800 Einwohner, doch für einen so kleinen Ort ist die Geschichte bemerkenswert tief verwurzelt.
Der lokalen Überlieferung zufolge wurde Gange-Rolv, besser bekannt als Rollo, um das Jahr 860 auf der Insel oder auf der benachbarten Insel Vigra geboren. Er war der Sohn von Ragnvald Mørejarl, dem Grafen von Møre. Nachdem er von König Harald Hårfagre verbannt worden war, segelte Rollo nach Frankreich, eroberte das Gebiet an der Mündung der Seine und wurde 911 der erste Herzog der Normandie. Sein Nachkomme Wilhelm eroberte 1066 England. Wenn die Sage also stimmt, lässt sich ein Teil der Abstammung der britischen Königsfamilie auf diese winzige Insel zurückführen. Ob Rollo tatsächlich Norweger oder Däne war, wird unter Historikern noch immer diskutiert, doch die Einheimischen hier haben keinen Zweifel daran.
Die wichtigste Sehenswürdigkeit auf Giske ist die Kirche. Die Kirche von Giske stammt aus der Zeit um 1135 und wurde als private Kapelle für die Familie Arnunge erbaut. Das Besondere an ihr ist das Baumaterial: Sie besteht vollständig aus weißem Marmor und ist die einzige Marmorkirche in Norwegen, die noch genutzt wird. Der Marmor wurde per Schiff hierher gebracht, doch niemand weiß genau, woher er stammt. Heute sind die Wände mit Kalk überzogen, sodass der Marmor außen nur noch an wenigen Stellen sichtbar ist. Im Inneren befindet sich ein Stammbaum, der die lokale Abstammung bis zu Rollo zurückverfolgt. Die Innenausstattung wurde 1756 von einem örtlichen Holzschnitzer namens Jakob Sørensøn Giskegaard restauriert.
Auf der Insel gibt es zudem Spuren einer Besiedlung, die noch viel weiter zurückreichen. Die Grabstätte Mjelthaugen stammt aus der Bronzezeit; dort wurden reich verzierte Grabsteine gefunden. Giske hat heute nur etwa 800 Einwohner, doch für einen so kleinen Ort ist die Geschichte bemerkenswert tief verwurzelt.