Fauske & Norwegischer Rosenmarmor
🏘️ Ortschaft Salten Küste

Fauske & Norwegischer Rosenmarmor

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Fauske ist eine kleine Durchgangsstadt an der Küste von Salten, doch unter ihrer Oberfläche verbirgt sich eines der ungewöhnlichsten Exportgüter Norwegens. In den Steinbrüchen im nahegelegenen Finneid wird „Norwegian Rose“-Marmor abgebaut, ein vor 450 bis 525 Millionen Jahren entstandener Stein, dessen Farbtöne von warmem Rosa über Grau bis hin zu zartem Olivgrün reichen. Bis zu 16 verschiedene Sorten wurden identifiziert. Norwegens größter Marmorsteinbruch erstreckt sich hier über 13,5 Acres.

Der Stein wurde erstmals 1765 entdeckt, als der dänische König Frederik V. auf die Lagerstätte aufmerksam machte, doch der groß angelegte Abbau begann erst in den 1880er Jahren. Jahrzehntelang wurden riesige Blöcke über den Freihafen von Kopenhagen an Kunden in aller Welt verschifft. „Norwegian Rose“-Marmor ziert die Wände des Hauptquartiers der Vereinten Nationen in New York, des Osloer Rathauses, des Flughafens Oslo Gardermoen, des norwegischen Königspalasts und der ehemaligen ISS-Zentrale in Kopenhagen. Der Stadtplatz „Marmortorget“ (Marmorplatz) ist zu seinen Ehren benannt.

Fauske markiert den Punkt, an dem sich die Eisenbahnlinie und die Straße in Richtung Norden trennen. Die Nordlandsbahn aus Trondheim durchquert Fauske nach 729 Kilometern und biegt dann nach Westen zu ihrem Endbahnhof in Bodø ab. Die E6 hingegen führt weiter nach Norden. Für Reisende, die nach Lofoten, Narvik oder Tromsø wollen, ist Fauske der Ort, an dem man die Route in Richtung Norden hinter sich lässt und auf Bus, Auto oder Hurtigruten umsteigt. Hinter Bodø endet das norwegische Eisenbahnnetz schlichtweg.

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