Dolm-Kirche & Hopsjø
🎭 Kultur Trøndelag Küste

Dolm-Kirche & Hopsjø

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Die Dolm-Kirche ist eines der ältesten noch genutzten Gebäude an der Küste von Trøndelag. Diese romanische Steinkirche auf der Insel Dolmøya stammt aus der Zeit um 1188 und verfügt über dicke Mauern und Rundbögen, die acht Jahrhunderte voller Stürme, Brände und Umbauten überstanden haben. Die Kirche brannte viermal nieder und wurde jeweils wieder aufgebaut: 1709, 1772, 1848 und erneut am 3. Februar 1920. Nach dem Brand von 1920 beschloss die Gemeinde, eine neue Hauptkirche auf der anderen Seite der Meerenge in Melandsjøen zu errichten, und Dolm geriet für Jahrzehnte in Vergessenheit. Im Jahr 1992 wurde sie schließlich wieder eingeweiht und ist heute ein Juwel in der Küstenlandschaft.

Die Meerenge Dolmsundet zwischen Dolmøya und Hitra birgt Schichten der Geschichte, die weit älter sind als die Kirche. Rund hundert Siedlungen aus der Steinzeit wurden hier dokumentiert, ebenso wie eine ähnliche Anzahl von Gräbern aus der Eisenzeit und mehrere Grabhügel aus der Bronzezeit. Ein rekonstruiertes Langhaus aus der Eisenzeit steht in einem Kulturpark inmitten der antiken Stätten und vermittelt einen Eindruck davon, wie die Menschen vor Tausenden von Jahren an dieser Küste lebten.

Direkt gegenüber von Dolm kirke, auf der anderen Seite des Wassers, liegt Hopsjø handelssted, ein Handelsposten, dessen Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Die Kaufmannsfamilie Parelius beherrschte hier über 250 Jahre lang den Handel. Das Haupthaus aus dem Jahr 1730 steht noch immer, und in dem wohl ältesten erhaltenen Laden Norwegens werden heute Souvenirs und traditionelle Süßigkeiten verkauft. Das alte Lagerhaus wurde in ein Restaurant umgewandelt, das sich auf regionale Produkte spezialisiert hat. Am Hafen dokumentiert eine Ausstellung die Blütezeit des Walfangs in der Region mit Artefakten und Fotografien aus der Walfangstation im nahegelegenen Hestnes.

Die Organisation „Nattseilerne“ hat ihren Sitz in Hopsjø und kümmert sich um die Instandhaltung und das Segeln traditioneller Holzboote entlang der Küste. Mit der mittelalterlichen Kirche, den prähistorischen Stätten, der Handelsgeschichte und der lebendigen Bootskultur bietet diese ruhige Ecke von Hitra mehr Küstenerbe pro Quadratkilometer als fast jeder andere Ort in Trøndelag.

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