Bærums Verk
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Bærums Verk

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Bærums Verk ist einer der ältesten Industriestandorte Norwegens, an dem von 1610 bis 1964 über einen Zeitraum von 354 Jahren Eisen produziert wurde. König Christian IV. ließ hier die erste Schmelzhütte errichten, wodurch dieser Ort zum Standort des ersten Hochofens Norwegens wurde. Der niederländische Kaufmann Gabriel Marcelis erwarb den Betrieb im Jahr 1641 und errichtete am heutigen Standort einen Doppelhochofen. Auf königlichen Befehl hin wurde eine Taverne gebaut, unter anderem, um den Alkoholkonsum der Arbeiter zu kontrollieren; das „Værtshuset“ ist seit 1640 in Betrieb und damit eines der ältesten ununterbrochen betriebenen Gasthäuser Norwegens.

Das bemerkenswerteste Kapitel in der Geschichte der Eisenhütte ist Anna Krefting gewidmet. Sie wurde 1712 im Alter von 29 Jahren Witwe, während sie mit ihrem siebten Kind schwanger war. Sie heiratete nie wieder und leitete Bærums Verk 54 Jahre lang, wobei sie es zur größten Eisenhütte Norwegens ausbaute. Sie gründete eine Schule für die Kinder der Arbeiter und ließ Kanonenkugeln, Panzerplatten, Stabstahl sowie fünf Leuchttürme herstellen, darunter den Leuchtturm von Færder an der Einfahrt zum Oslofjord. Im Alter von 79 Jahren, nachdem ein verheerender Brand die Anlage 1762 zerstört hatte, baute sie alles innerhalb von zwei Jahren wieder auf. Sie ist in der nahegelegenen Tanum kirke begraben. Die Eisenhütte gilt zudem als einer der Orte in Norwegen, an denen es am meisten spukt: Annas Geist soll im Gasthaus gesichtet worden sein, stets in Grün gekleidet, und jede Nacht um 00:15 Uhr klingelt angeblich das Bürotelefon, dessen Anruf in den Raum zurückverfolgt werden kann, in dem der junge Besitzer Conrad Clauson 1785 im Alter von 31 Jahren starb.

Nachdem die Eisenproduktion 1964 eingestellt wurde, wurde das Gelände als Handwerksdorf mit über 40 Geschäften, Galerien und Werkstätten restauriert, in denen Besucher Glasbläsern, Schmieden und Tischlern bei der Arbeit zusehen können. Ein Skulpturenpark zeigt mehr als 28 Werke, und jedes Jahr kommt ein neues hinzu. Der Fluss Lomma fließt durch das Zentrum, und neben den alten Industriegebäuden ist ein Wasserfall zu sehen. Der Ort wurde mit der „Olavsrosa“, Norwegens Gütesiegel für Kulturerbe, für Erlebnisse von besonders hohem Standard ausgezeichnet.

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